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Neuer Prunkwagen der IG Rosenmontag Schwalbach-Griesborn
Pinseln für den Rosenmontag in Griesborn

Das Team der IG Rosenmontagszug in Griesborn ist eifrig am Schaffen. Nur noch wenige Tage, dann muss der neue Wagen fertig sein.
Das Team der IG Rosenmontagszug in Griesborn ist eifrig am Schaffen. Nur noch wenige Tage, dann muss der neue Wagen fertig sein. FOTO: Carolin Merkel / Merkel Carolin
Griesborn. Die IG Rosenmontagszug Schwalbach-Griesborn bereitet sich auf den großen Tag vor. Ein Besuch vor Ort. Von Carolin Merkel

Noch tragen Julia Wilhelm und Jan Bentz ihre Arbeitsklamotten, wenn sie den Pinsel schwingen. Doch am Rosenmontag wird das junge Paar kaum wiederzuerkennen sein. Denn dann werden sie dem Griesborner Narrenvolk vom nagelneuen Prunkwagen der IG Rosenmontagszug Schwalbach-Griesborn aus als Prinzenpaar zuwinken. Seitdem sie sich erinnern kann, erzählt Julia, spielt der Rosenmontagszug in der Familie eine große Rolle.


Die IG wurde einst von ihrem Opa im Jahr 1972 mitgegründet, Papa Peter Wilhelm ist aktueller Vorsitzender und kreativer Kopf des Teams, das sich aktuell täglich in der Halle am Ende der Waldgartenstraße in Griesborn trifft. „Das ist schon ein gewisser Luxus, denn wir können trocken und warm an unseren Wagen arbeiten“, sagt Peter Wilhelm. Bis zum Bau der Halle im Jahr 1993 mussten die Wagen nach dem Umzug immer wieder zerlegt und in den umliegenden Scheunen und Garagen untergebracht werden. Wie viele Prunk- und Motivwagen die IG Rosenmontagszug in den 46 Jahren ihres Bestehens gebaut hat, kann er nicht genau sagen, oftmals wurden die Wagen verändert auf die Zugstrecke durch Griesborn, später auch durch Schwalbach geschickt.

„Wir sind kein Karnevalsverein, haben uns der Brauchtumspflege verschrieben, sind etwa für das Setzen des Maibaumes am Turnerheim zuständig“, erzählt Wilhelm. Doch die meiste Zeit des Jahres, das zeigt der Besuch in der Halle, geht auf den Bau des Wagens drauf. Seit August ist ein kleines Team mit den Arbeiten beschäftigt. Der Entwurf stammt aus der Feder von Peter Wilhelm, Tochter Julia durfte als Prinzessin an der Farbgestaltung mitwirken.

Das Thema des neuen Wagens, für den extra ein Lkw angeschafft wurde, lautet Straßenfastnacht, der Wagen kommt überaus bunt und fröhlich daher. Wobei, während die erste Seite bereits fertig ist, gilt es, auf der anderen, fast weißen Seite noch viel Farbe zu verarbeiten. „Doch die meiste Arbeit, die wir hatten, sieht man gar nicht. Wir haben all die Figuren und Formen aus Styropor ausgeschnitten“, verrät Julia. Viel Tüftelei, sagt Papa Peter Wilhelm, sei notwendig, bis die Fassade so aussieht, vor allem der Unterbau müsse nicht zuletzt den Sicherheitsbestimmungen entsprechen. Rund 50 Mitglieder zählt die IG Rosenmontagszug aktuell und die werden nicht zuletzt vor und am Rosenmontag dringend gebraucht. „Wir finanzieren den Umzug, den wir veranstalten, mit dem Verkauf von den kleinen Püppchen“, erklärt Peter Wilhelm.

Tochter Julia war bereits an vielen Haustüren aktiv, hat Werbung gemacht und für ein bisschen Geld in die Kasse des Vereins gesorgt. „Schaffen können wir den Umzug mit all seinen Kosten aber nur durch die zahlreichen Sponsoren“, erklärt er. Die Aufstellung des Zugs, die Streckensicherung, das Sicherheitskonzept, der Verkauf von den Püppchen und nicht zuletzt die Fertigstellung des Wagens, auf den rührigen Verein, der sonst oft nur im Hintergrund auftritt, kommt in den nächsten Tagen noch ganz schön viel Arbeit zu. Am Rosenmontag wird das Prinzenpaar gemeinsam mit 1100 bis 1200 Akteuren den Narren entlang der Strecke aus zuwinken und jede Menge Süßigkeiten unters Volk bringen. Beginn des Umzugs ist um 13.31 Uhr in der Sprenger Straße.



Informationen zur IG Rosenmontagszug gibt es auch im Internet: