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Autobahn: Nichts bewegte sich mehr in der sengenden Sonne

Autobahn : Nichts bewegte sich mehr in der sengenden Sonne

Bei einem Baustellen-Stau am Freitagnachmittag auf der A8 musste das Rote Kreuz die Autofahrer mit Getränken versorgen.

Misslicher kann eine Fahrzeugpanne kaum sein. Freitagnachmittag ging einem Lastwagen der Deutschen Post (DHL) zwischen Saarwellingen und Schwarzenholz auf der A 8 einfach mal der Motor aus. Aber gemäß dem Gesetz des berühmten Mr. Murphy natürlich inmitten der einspurigen Baustelle. Während der Fahrer des gelben Brummis noch versuchte, den Motor wieder zum Laufen zu bringen, bildete sich binnen Minuten ein gigantischer Stau.

Am Lkw kam keiner vorbei, dahinter brach alles zusammen, denn der Fahrstreifen ist rechts und links von Leitplanken gesichert.

Der Versuch der Polizei, durch eine wie auch immer geartete Rettungsgasse zum Lastwagen nach vorn zu kommen, scheiterte, weil die Autos gar nicht mehr ausweichen konnten. Über die nächste Anschlussstelle fuhr nun ein Polizeiauto in Gegenrichtung drei Kilometer zum Lastwagen zurück, besichtigte den Pannen-Lkw und rief einen Bergungsdienst für Lastkraftwagen. Damit dieser zum Lkw kommen konnte, musste der Streifenwagen nochmal drei Kilometer rückwärts zur Ausfahrt zurück. Dann fuhr der Abschlepper rückwärts zum Lkw. Das dauerte. Unterdessen meldeten sich Autofahrer bei den Beamten, die sich angesichts der sengenden Sonne und Hitze nicht wohlfühlten. Das Rote Kreuz wurde alarmiert, es sollte sich um die im Stau steckenden kümmern.

Einsatzkräfte aus Saarlouis machten sich auf den Weg. Im Einsatz waren die Ortsvereine Hülzweiler, Saarwellingen und Reisbach, Teile der Einsatzleitung und deren Unterstützungsgruppe. In Saarwellingen wurden dort eigens für solche Zwecke gelagerte Getränke verladen, die DRK-Motorradstaffel fuhr den Stau ab und sprach alle Autofahrer an und informierte sie über die Situation. Allein das trug deutlich zur Entspannung bei.

Die nunmehr zwei Stunden eingeschlossenen Menschen zeigten sich geduldig, gingen mit Kindern in den Schatten hinter den Leitplanken, führten Hunde aus oder stellten Klappstühle auf die A 8. Dann kam der Abschlepper und mit ihm richtige Lkw-Profis. Die schafften es, die defekte Wegfahrsperre zu lösen und konnten Lkw samt Anhänger mit 20 Tonnen Post zum nächsten Parkplatz ziehen. Nach gut zwei Stunden war der Spuk vorbei. Bis aber alle Umleitungsstrecken wieder staufrei waren, das dauerte nochmal so lang.