Mundarttheater mit derbem Wortwitz

Mundarttheater mit derbem Wortwitz

Hülzweiler. Eigentlich ist die Freilichtbühne ihr Zuhause. Dort zeigt die Volksbühne Hülzweiler Sommer für Sommer große Theaterstücke berühmter Autoren. Doch auch im Winter wollen die Laienspieler nicht auf ihre Leidenschaft verzichten, und so ist es das Haus für Kultur und Sport, das sie sich dann zu eigen machen. Dort stehen oft Mundartstücke auf dem Programm

Hülzweiler. Eigentlich ist die Freilichtbühne ihr Zuhause. Dort zeigt die Volksbühne Hülzweiler Sommer für Sommer große Theaterstücke berühmter Autoren. Doch auch im Winter wollen die Laienspieler nicht auf ihre Leidenschaft verzichten, und so ist es das Haus für Kultur und Sport, das sie sich dann zu eigen machen. Dort stehen oft Mundartstücke auf dem Programm. Ziemlich zünftig geht es jetzt am kommenden Wochenende zu, wenn das Stück "Kätt, hall et Maul!" gezeigt wird. Aus den 50er Jahren"In den 50er Jahren is dat Stück hier im Kreis ruff un runner gespielt worden", erklärt Hubert Haupts. Seine Frau Gisela führt Regie, wenn die Volksbühne mit ihrer Aufführung in der Erinnerung an längst vergangene Zeiten schwelgt. Das Stück wurde von Johann Augustin und Aloys Lehnert seinerzeit geschrieben, und es handelt vom Leben einer heimischen Bauernfamilie im Winter 1938. "Alle Personen im Stück sind frei erfunden", sagt Haupts nur für den Fall, dass manche Namen doch einem Einheimischen bekannt vorkommen sollten. In "Kätt, hall et Maul!" dreht sich alles um die Bauernfamilie von Bernhard Riem (Hubert Haupts), genannt Bäre, der sich ständig der Gewitztheit seiner Frau Katharina (Gisela Haupts), genannt Puweis Kätt, erwehren muss. Sei es, wenn es um das Verheiraten seiner Tochter Lisschen (Janina Busch) geht oder um das Zurechtweisen vom "Lautrer Biwi" (Ramona Graus) oder deren Mutter, dem "Lautrer Suus" (Beate Nenno). Johann Wilhem (Hans Maringer), genannt Pade, kriegt ebenso sein Fett weg wie der Schneidermeister Nikolaus Leblang (Björn Roik). In diese heitere Szenerie eingebunden sind auch der Feine aus der Stadt, Theodor Feinschmitt (Uwe Hahner), und Jakob Lauer (Benjamin Bertrand), genannt "Wewwersch Jäb". Grob derbe Sprache"Die Szenen dieses lustigen Volksstücks und die Schau in seine ganze bäuerliche Welt vertragen ein grob derbes Wort - ja, sie verlangen es", heißt es in der Ankündigung. Die Vorstellungen sind am Freitag, 4. Dezember, um 20 Uhr und am Sonntag, 6. Dezember, um 17.30 Uhr. Der Eintritt kostet sieben Euro, ermäßigt fünf Euro. Kartenreservierung und Informationen unter Telefon (06831) 585 24.

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