| 21:10 Uhr

Konzert
Mit würdevollem Schritt und Dudelsack

Ein Dudelsack-Spieler begeisterte rund 600 Zuhörer beim Weihnachtskonzert der Musikfreunde Hülzweiler.
Ein Dudelsack-Spieler begeisterte rund 600 Zuhörer beim Weihnachtskonzert der Musikfreunde Hülzweiler. FOTO: Johannes A. Bodwing
Hülzweiler. Weihnachtskonzert der Musikfreunde Hülzweiler spannte den Bogen von klassischen Klängen bis zur Popmusik. Von Johannes Bodwing

Eine interessante Alternative zu Plätzchen, Braten und TV-Wiederholungen ist alljährlich das Weihnachtskonzert der Musikfreunde Hülzweiler. Am Montag entführten sie mit klanglicher Vielfalt in die Musikwelt Großbritanniens. Knackige Märsche, dramatische Kompositionen und rockige Rhythmen begeisterten an die 600 Zuhörer in der schneeweißen Kultur- und Sporthalle.


Noch etwas behutsam eröffnete das Jugendorchester Elm-Hülzweiler unter Dirigentin Laura Rupp den Abend. Die rund drei Dutzend Musiker präsentierten Musik aus dem Film „Die Tribute von Panem“ sowie dem Zeichentrickfilm „Brave“. Mit „Eloise“ unternahmen sie einen Ausflug in die Popmusik der 60er Jahre.

Das Weihnachtskonzert stand unter dem Motto „Pomp & Circumstances“. Vorbild war die englische Konzertreihe „Proms“, die seit 1895 die Massen in Konzertsäle lockt. Am Bekanntesten ist das Abschlusskonzert „Last Night of the Proms“. Entsprechend variierte das 60-köpfige Große Orchester unter Kevin Naßhan seine Darbietungen von dramatischen Kompositionen bis zu eingängigen Popsongs. Dem besinnlichen Beginn mit „Herbei, oh ihr Gläubigen“ folgte das aufwühlende „Mars“ aus Gustav Holsts Suite „Die Planeten“. Die entspannte Atmosphäre von „A Winter’s tale“ wechselte mit dem heroischen Marsch „The Dam Busters“.

Der zweite Teil des Abends brachte unter anderen Hits von Phil Collins zum Klingen, führte durch Jimmy Webbs „MacArthur Park“ und entfaltete die komplexen Strukturen der Musik von Pink Floyd. Nach irischen Melodien wurde der Ausflug in die schottischen Highlands zum umjubelten Programmpunkt. Würdevollen Schrittes durchquerte dabei Markus Biewer aus Merzig die Halle, in Kilt und mit Dudelsack.

Wehmütig war es bei den Zugaben. Sie wurden zum Abschied von Richard Riem, Ehrendirigent und Klarinettist. Über 50 Jahre hinweg war er aktiv im Vorstand tätig, bei den bis dahin 45 Weihnachtskonzerten hat er ohne Ausnahme mit musiziert. Im zu Ehren spielte das Orchester ein gefühlvolles „My Way“. Mit „Stille Nacht“ und mitsingendem Publikum endete das Weihnachtskonzert 2017.