| 19:35 Uhr

Mit dem Papa-Duo an die Spitze

In doppelter Mission: Trainer Christian Schönberger (rechts) hält als Abwehrchef den Hülzweiler Laden dicht. Foto: jenal
In doppelter Mission: Trainer Christian Schönberger (rechts) hält als Abwehrchef den Hülzweiler Laden dicht. Foto: jenal FOTO: jenal
Hülzweiler. Mit neun Punkten aus drei Spielen und 12:0 Toren ist der SV Hülzweiler sensationell in die neue Landesliga-Saison gestartet. Erfolgsgaranten sind mit Spielertrainer Christian Schönberger und Co-Trainer Sven Andres zwei Akteure, die kürzlich Vater wurden. Philipp Semmler

Ins Haus Schönberger kam der Storch, ebenso wie ins Haus der Familie Andres. Christian Schöneberger ist der Trainer des Fußball-Landesligisten SV Hülzweiler . Und er wurde jüngst Vater einer Tochter, sein neuer Co-Trainer Sven Andres ist seit Kurzem Papa eines Sohns. "Wegen des Kindes wollte ich auch unbedingt einen Co-Trainer", berichtet Schönberger und ergänzt: "Damit jemand da ist, der das Training übernimmt, wenn ich einmal nicht kann." Diesen fanden der Verein und er in Andres. Und auch bei dem Angreifer spielten die Vaterfreuden eine gewichtige Rolle für den Wechsel nach Hülzweiler . "Dorthin habe ich eine viel kürzere Anfahrt als nach Hostenbach. Ich wohne in Schwarzenholz. Da sind es nach Hülzweiler drei Minuten", erzählt der Offensiv-Akteur.



Freude bereitet dem Trainer-Duo derzeit aber nicht nur der Nachwuchs, sondern auch die Mannschaft. Vor dem Heimspiel am Sonntag um 15 Uhr gegen die SG Körprich-Bilsdorf ist Hülzweiler mit neun Punkten aus drei Partien und einem Torverhältnis von 12:0 der Tabellenführer. "Der Auftakt war ganz gut", sagt Schönberger grinsend. Vor allem die deutlichen Auswärtssiege beim 4:0 gegen den SV Losheim und beim 5:0 gegen die FSG Schmelz-Limbach freuen den Übungsleiter. "Vergangene Saison haben wir auswärts in der ganzen Runde nur zwölf Tore geschossen, jetzt sind es schon neun", erklärt Schönberger. Und die wurden gegen zwei Verbandsliga-Absteiger erzielt.

Aber warum läuft es bislang so gut? "Wir haben aus der vergangenen Saison gelernt", erklärt der Übungsleiter. Da wurde Hülzweiler als Aufsteiger Achter . "Vor allem defensiv arbeiten wir jetzt mit dem gesamten Team besser als damals", findet Schönberger. Er selbst hält als Abwehrchef den Laden dicht, vorne sorgt sein Co-Trainer Andres für die nötigen Treffer. Schon sechs Tore hat er auf dem Konto. "Ich bin endlich wieder richtig fit. Die vergangenen zwei Jahre in Hostenbach war ich oft verletzt. Jetzt konnte ich sogar eine komplette Vorbereitung mitmachen", sagt Andres. Ein Lob gibt er auch an seine Mitspieler. "Da wir offensiv stark besetzt sind, musste ich oft nur den Fuß hinhalten."

Ist Hülzweiler nach dem tollen Start jetzt ein heißer Titelanwärter? Schönberger verneint: "Andere Teams wie beispielsweise der FC Noswendel Wadern oder die SSV Überherrn haben mehr aufgerüstet als wir. Die sehe ich stärker."

Zum Thema:



Auf einen Blick Mit der FSG Schmelz-Limbach ist am Mittwoch die siebte Mannschaft aus der Landesliga West in der zweiten Runde des Saarlandpokals gescheitert. Die FSG verlor bei Bezirksliga-Aufsteiger SF Bietzen-Harlingen mit 0:1 (0:0). Bereits in der Vorwoche hatten sechs West-Landesligisten im Pokal die Segel streichen müssen (wir berichteten). sem