Schulranzenbande: Mehr Verständnis durch Begegnung

Schulranzenbande : Mehr Verständnis durch Begegnung

Angehende Grundschüler töpferten mit den Bwohnerinnen des Luise-Deutsch-Hauses in Schwalbach.

Es gibt vielfältige ehrenamtliche Aktivitäten im Luise-Deutsch-Haus in Schwalbach. Besonders lebhaft geht es immer zu, wenn einmal im Monat ein Teil der „Schulranzenbande“ aus der Schwalbacher Kindertagesstätte „Tausendfüßler“ und die Töpferdamen der evangelischen Kirchengemeinde zusammen mit Bewohnerinnen des Luise-Deutsch-Hauses töpfern. Die „Schulranzenbande“ sind diejenigen Kinder, die nach den Sommerferien aus dem Kindergarten in die Schule wechseln. Vor den Ferien waren die Kinder zum letzten Mal mit den Töpferdamen in der Einrichtung. Dieses Mal wurden die Ergebnisse des gemeinsamen Töpferns begutachtet, die zum Teil nach dem Brennen in der Kita angemalt wurden und zum Teil von den Töpferdamen lasiert worden waren.

Die Gruppe, die an jedem ersten Montag im Monat in die Einrichtung kommt, besteht aus zehn Kindern, die alle im Laufe des Jahres sechs Jahre alt werden. Wichtig ist, dass es immer dieselben Kinder sind. Denn es geht unter anderem darum, dass sie Begegnungen mit alten Menschen erleben. Das ist für manche am Anfang gar nicht so einfach, weil sie das in ihrem Alltag oft nicht erfahren und die Situation in der Einrichtung neu ist. Ungewohnt ist auch, dass sie beispielsweise manchmal lauter oder langsamer reden müssen, weil eine Bewohnerin sie sonst möglicherweise nicht versteht.
Im Laufe des Jahres werden die Kinder durch die Begegnung offener: „Es ist schön zu sehen, wie sich im Laufe des Jahres Beziehungen zwischen den Bewohnerinnen und den Kindern entwickeln und mit welcher Sensibilität die Kinder auf die älteren Menschen einzugehen lernen, zum Beispiel auch, wenn eine Bewohnerin öfter hintereinander das gleiche erzählt“, sagt Erzieherin Sonja Schirra. Sie begleitet die Kinder seit vielen Jahren in das Luise-Deutsch-Haus. Auf dem Weg zurück in die Kita „Tausendfüßler“ sind die Begegnungen mit den Seniorinnen immer ein Thema, vor allem auch die Geschichten von früher, die die Bewohnerinnen gerne erzählen. Und so freut sich die Einrichtung schon jetzt auf die „Schulranzenbande“ des nächsten Jahrganges.