Lkw hielten Schwalbach auf Trab

Schwalbach. Das Jahr begann für die Schwalbacher mit einer Enttäuschung, entwickelte sich dann aber durchweg positiv

Schwalbach. Das Jahr begann für die Schwalbacher mit einer Enttäuschung, entwickelte sich dann aber durchweg positiv. Die Bürgerinitiative "Schwalbach ohne Lkw-Verkehr" musste im Frühjahr einen Rückschlag verbuchen: Eine Verkehrszählung ergab, dass die Hauptstraße in Schwalbach nur gering und die Ortsdurchfahrt Hülzweiler vertretbar belastet seien, eine Sperrung für den Schwerlastverkehr käme laut Straßenverkehrsbehörde nicht in Betracht - eine Enttäuschung für die Anwohner, die unter dem Durchgangsverkehr leiden. Rechtlich gesehen haben sie jedoch kaum eine Chance, die Lkw aus dem Ort zu verbannen. Pech hatten auch die Anwohner der Elmer Bachtalstraße: Diese ist zwar für den Schwerlastverkehr gesperrt worden, aber das Verbot gilt nicht für die Anlieger, zu denen auch das Logistikcenter des Discounters Aldi zählt. Im März stimmte der Gemeinderat Schwalbach einer Resolution zu, wonach die drei betreffenden Ortsdurchfahrten für den Schwerlastverkehr über 7,5 Tonnen dauerhaft zu sperren sind - und bekundete so seine Unterstützung.

Der Wasserwerkzweckverband WZB nahm im Frühjahr sein 6,3 Millionen teures Wasserwerk in Elm in Betrieb. Doch schon Mitte Juni machte das Werk Schlagzeilen: Das Trinkwasser in Schwarzenholz, Püttlingen sowie in der gesamten Gemeinde Schwalbach musste nach einer Verunreinigung mit E-coli-Bakterien gechlort werden. Erst Ende September konnte der WZB die Chlorung endgültig aufheben. Über die Ursache der Verschmutzung herrscht nach wie vor Unklarheit. Seit fast zehn Jahren betreiben die Gemeinden Ensdorf, Schwalbach und Bous einen gemeinsamen Wertstoffhof am Schwalbacher Berg in Ensdorf. Im August unterschrieben die Gemeindeoberhäupter einen Vertrag mit dem Entsorgungsverband Saar EVS als neuem Betreiber der Anlage.

Der neue Bürgermeister der Gemeinde, Hans-Joachim Neumeyer (CDU), trat sein Amt am 19. November an. Er folgte Eberhard Blaß (SPD), der sich nach 16 Jahren an der Verwaltungsspitze nicht wieder zur Wahl gestellt hatte. Trotz kritischer Finanzlage versucht die Gemeinde, in die Zukunft zu investieren. Im Juni beschloss der Rat die Umsetzung des Hochwasserkonzeptes "Lochbach" und die Neugestaltung des Hülzweiler Marktplatzes: Für rund eine Million Euro sollen Überschwemmungen verhindert werden.

Ein lang geplantes Projekt gewann Mitte September mit dem Spatenstich an Kontur: das 19 000 Quadratmeter große Fachmarktzentrum. Auf dem Gelände des ehemaligen RAG-Kohlelagers werden insgesamt acht Millionen Euro investiert.