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Ausbildung
Bürojob und Technik sind sein Ding

Johannes Zenner ist landesbester Fachinformatiker Fachrichtung Systemintegration.
Johannes Zenner ist landesbester Fachinformatiker Fachrichtung Systemintegration. FOTO: Carolin Merkel
Schwalbach. In einer Serie stellt die Redaktion die landesbesten Auszubildenden 2017 vor, die im Kreis Saarlouis wohnen. Heute: Johannes Zenner aus Schwalbach. Von Carolin Merkel

Völlig unvorbereitet, erzählt der 22-jährige Johannes Zenner aus Schwalbach, hat er die Nachricht erhalten, in seinem Ausbildungsjahr Landesbester geworden zu sein. „Im Lehrjahr waren wir zu dritt im Betrieb, haben uns immer gegenseitig geholfen und die Leistungen waren gefühlt auf einem Niveau“, erzählt er – der beste Fachinformatiker Fachrichtung Systemintegration im Jahr 2017. „Ich glaube nicht, dass man sich das vornehmen kann“, sagt er, wohl aber, einen guten Abschluss zu machen.


Zenner stammt aus einer Handwerkerfamilie, konnte im Bereich Informatik handwerkliches Geschick mit seiner Liebe zum Computer verbinden. „So konnte ich zum einen den technischen Teil mit Werkzeugen, zum anderen den Bürojob miteinander verbinden“, erzählt er. Nach dem Abschluss an der Gemeinschaftsschule Wadgassen ging es für ihn an die Fachoberschule Völklingen im Bereich technische Informatik.

Die drei Jahre Ausbildung bei der kohlpharma GmbH in Merzig, erzählt er, waren geprägt vom eigenständigen Arbeiten. „Wir hatten von Anfang an Freiräume, durften eigene Projekte entwickeln und konnten auch in andere Bereiche reinschnuppern“, sagt er. Bei dem guten Abschluss, erzählt Zenner, habe ihm vor allem das gute Klima und die Kollegialität und Solidarität unter den Auszubildenden, aber auch Vorgesetzten sehr geholfen. „Mein Chef war sehr stolz, als er erfahren hat, dass ich Landesbester geworden bin“, sagt er. Noch während der Vorbereitungen zur Prüfung, sagt er, gab es Gespräche zur Übernahme durch den Betrieb.



„Das hilft natürlich sehr, wenn man weiß, wie es nach der Ausbildung weitergeht“, betont Zenner. Für ihn sei es der richtige Weg gewesen, nach der Schule gleich in eine Ausbildung zu starten, zeigt er sich überzeugt. „Ich weiß allerdings nicht, wie es sich anfühlt, in einem Hörsaal einer Hochschule zu sitzen. Man hat sich irgendwie auch an das Geld verdienen gewöhnt“, bekennt er. Wo er in zehn Jahren stehen wird, kann er nur schwer einschätzen. „Gerade der Bereich der IT ist sehr schnelllebig. Aktuell bin ich mit meiner Arbeit topzufrieden. Ich bin relativ flexibel, mache mir keine Sorgen um die berufliche Zukunft“, erklärt er.