Lance für Lanz

Selbst Radsportkritiker dürften in dieser Woche von den Enthüllungen um den ehemaligen Radsportprofi Lance Armstrong überrascht worden sein. Er war gedopt, über Jahre, es gab ein ganzes System. Er habe das Epo zur Leistungssteigerung in seinem Kühlschrank neben der Milch gelagert, sagt ein einstiger Weggefährte des ehemaligen "Tourminators" aus. Der hat Nerven

Selbst Radsportkritiker dürften in dieser Woche von den Enthüllungen um den ehemaligen Radsportprofi Lance Armstrong überrascht worden sein. Er war gedopt, über Jahre, es gab ein ganzes System. Er habe das Epo zur Leistungssteigerung in seinem Kühlschrank neben der Milch gelagert, sagt ein einstiger Weggefährte des ehemaligen "Tourminators" aus. Der hat Nerven. Die Einsicht indes fehlt bis heute. Was zu der Annahme führt, dass zu langes und intensives Doping die richtige Wahrnehmung der Realität verhindert.Nach dem 0:16 des FV Schwalbach im Fußball-Saarlandpokal gegen den 1. FC Saarbrücken ist dagegen Realität: Die Schwalbacher Spieler waren nicht gedopt. Gut so, wir sind trotzdem stolz. Lieber mit Anstand verlieren, als betrügen müssen. Das gilt im Übrigen auch für unsere Basketballerinnen der Royals oder die Handballer der HG. Lieber ehrlich zweite Liga als wahnwitzig den schnellen Erfolg suchen.

Auf der anderen Seite hätten wir Markus Lanz am vergangenen Samstag gewünscht, dass er sich von seinem Fast-Namensvetter Lance eine Scheibe abgeschnitten hätte. Ein wenig "Dope" hätte dem neuen "Wetten-dass..?"-Moderator sicher etwas lockerer gemacht.