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Konzert des Musikvereins Schwarzenholz

Musikverein Schwarzenholz : Stehende Ovationen für ein großes Klangfest

Tosender Applaus war der schönste Lohn für das Große Orchester des Musikvereins Harmonie Schwarzenholz.

Als nach gut zwei Stunden bester musikalischer Unterhaltung das Große Orchester des Musikvereins Harmonie Schwarzenholz die beliebten Weihnachtslieder „Stille Nacht“ und „O du fröhliche“ anstimmte, war am Samstag auch der letzte Auftrag des Abends erfüllt. Weihnachtlich gestimmt verließen die vielen Konzertbesucher die Schulze-Kathrin-Halle. Zwei Tage vor Heiligabend ist es auch durchaus erlaubt, am Ende eines überaus abwechslungsreichen Konzertes sein Publikum mit den Klassikern der Weihnachtslieder zu verwöhnen. Das bedankte sich bereits zuvor mit tosendem Beifall und stehenden Ovationen bei den Musikerinnen und Musikern unter der Leitung von Matthias Bick.

Dessen Dank wiederum galt seinen Orchester-Mitgliedern, die in den vergangenen Wochen eine sehr intensive Probenarbeit auf sich genommen hatten, um neben weltbekannten Werken auch weniger bekannte, dafür umso interessantere Literatur auf die Bühne zu bringen.

Unter dem Motto „Auftragswerke“ hatte Bick ein breit gefächertes Programm zusammengestellt, das auf eindrucksvolle Weise den Geschmack aller Blasmusikfans traf. Fulminant die Eröffnung mit dem Triumphmarsch aus der Oper „Aida“, stimmungsvoll der Walzer „An der schönen blauen Donau“ von Johann Strauß Sohn. Beide Werke wurden von den Zuhörern in der so gut wie ausverkauften Halle mit viel Applaus belohnt.

Der Beifall ertönte zuvor gleich mehrfach für das Jugendorchester unter der Leitung von Daniel Schmitt, zugleich Vorsitzender des Vereins. Auch er hatte mit dem erfreulich jungen und überaus gut aufgestellten Klangkörper eine bunte Mischung aus Blasmusik-Werken zusammengestellt. Nach einem Ausflug ins Weltall ging es in die Zauberschule zu Harry Potter. Viele Zuhörer dürften erleichtert gewesen sein, als Marleen Altmaier, die die Moderation im Jugendorchester übernommen hatte, erklärte, dass man sich nicht für den Klassiker „Last Christmas“, sondern für den nicht weniger beliebten Song „All I want für Christmas“ entschieden habe. Die vielen wippenden Nikolausmützen auf den Köpfen der Jugend setzten bereits hier einen der großen Höhepunkte des Abends.

Nach einer kleinen Umbau-Pause hinter dem Vorhang wurde es voll auf der Bühne. Die Harmonie Schwarzenholz ist bestens aufgestellt, Blech- und Holzbläser bilden generationenübergreifend ein kraftvolles Orchester. Und das hatte im zweiten Konzertteil sowohl weitere Klassiker wie die Filmmelodie „Fluch der Karibik“ oder „Unter Blitz und Donner“ von Johann Strauß Sohn mitgebracht.

Die größte Herausforderung war die Aufführung des Stücks „Dies Infernus“ von Bert Apperrmont – hier gab es bewusst auch mal schräge Töne, auf ein wildes Durcheinander folgte eine bedrückende Stille. Moderator Swen Löffler, wie immer überaus versiert, hatte das Publikum mit den Hintergrund-Informationen bestens vorbereitet. Vom Dirigenten Bick gab es anerkennenden Beifall für seine Musiker, die auch abseits der gewohnten Pfade das Publikum begeisterten.

Sowohl Jugend- als auch Großes Orchester durften natürlich nicht ohne die lautstark geforderte Zugabe von der Bühne. Hier gab es, ehe es besinnlich wurde, den Radetzky-Marsch mit eingebautem Knall-Effekt auf die Ohren des begeisterten Publikums.