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Keine teuren Visionen, aber die Probleme im Blick

Keine teuren Visionen, aber die Probleme im Blick

Schwalbach. Die Gemeinde Schwalbach im Kreis Saarlouis wählt am Sonntag zeitgleich zur Bundestagswahl einen neuen Bürgermeister. Amtsinhaber Eberhard Blaß (SPD) tritt aus Altersgründen nicht mehr an. Der im Juni gewählte Schwalbacher Rat setzt sich aus sechs Gruppierungen zusammen

Schwalbach. Die Gemeinde Schwalbach im Kreis Saarlouis wählt am Sonntag zeitgleich zur Bundestagswahl einen neuen Bürgermeister. Amtsinhaber Eberhard Blaß (SPD) tritt aus Altersgründen nicht mehr an. Der im Juni gewählte Schwalbacher Rat setzt sich aus sechs Gruppierungen zusammen. Stärkste Fraktion (13 Sitze) ist die CDU, gefolgt von SPD (elf), Linken (vier), Freien (zwei) FDP (zwei) und Grünen (einer). Die CDU schickt Hans-Joachim Neumeyer, 51, ins Rennen. Er leitet das Hauptamt der Gemeinde und kennt das Rathaus aus früheren Tätigkeiten als Leiter verschiedener Ämter. Die SPD setzt auf Peter Frank, 55, einen Manager im Bereich Instandhaltung von Kraftwerken. Für die Linke kandidiert Dietmar Bonner, 58, den Bürgern als früherer Beigeordneter bekannt, damals aber für die Freien Wähler. Vierter Kandidat ist Martin Schweitzer, 42, ein unabhängiger Bewerber und örtlicher Kleinunternehmer. Kein Kandidat wartet mit teuren Visionen auf, zu sehr drückt die Kassenlage. Sie liegen auch darin nicht weit auseinander, zwar ein klares Bewusstsein von der demographischen Herausforderung für Schwalbach zu haben, ohne jedoch mit konkreten Ideen darauf antworten zu können. Alle Vier wollen bei der Bewirtschaftung öffentlicher Bauten sparen, und für alle ist Tourismus ein Thema. Schwalbach mit seinen 18 100 Einwohnern in drei Ortsteilen Schwalbach, Elm und Hülzweiler ist geschichtlich von Bergleuten geprägt; Bonner, Schweitzer und Frank haben beruflich bei Saarberg angefangen. Überregional bekannt ist Schwalbach den Kulturfreunden. Die Freilichtbühne in Hülzweiler ist ein Publikumsmagnet. Mehrere Chöre gehören zu den anerkannt leistungsstärksten der Region. Sparen im Bereich Kultur schlossen alle vier Bewerber denn auch aus.