Integration statt Isolation

Hülzweiler. Die Integration behinderter Kinder in Regelkindergärten zu fördern und zu unterstützen, das war der Grundgedanke, als Hans-Werner Klein und Silvia Ballas-Klein vor zehn Jahren die Ballas-Klein Stiftung gründeten. Das Ehepaar aus Hülzweiler ist selbst kinderlos, wollte finanziell aber dennoch etwas für Kinder tun. Über ihren Beruf kam Silvia Ballas-Klein auf die Idee

Hülzweiler. Die Integration behinderter Kinder in Regelkindergärten zu fördern und zu unterstützen, das war der Grundgedanke, als Hans-Werner Klein und Silvia Ballas-Klein vor zehn Jahren die Ballas-Klein Stiftung gründeten. Das Ehepaar aus Hülzweiler ist selbst kinderlos, wollte finanziell aber dennoch etwas für Kinder tun.Über ihren Beruf kam Silvia Ballas-Klein auf die Idee. Seit zwanzig Jahren ist sie Leiterin einer Kindertageseinrichtung in Spiesen. "Wir waren von Anfang an darauf bedacht, auch behinderte Kinder aufzunehmen und in die Gruppen zu integrieren", sagt sie. Der Integrationsgedanke liegt ihr sehr am Herzen, sie weiß, dass behinderte Kinder dadurch in ihrer Entwicklung bestärkt werden und die Kinder einen respektvollen, natürlichen Umgang miteinander lernen.

Gelder aus Spenden

"Wir haben sogar ein Kuratorium", erklärt die 46-Jährige, "auch wenn es aus nur drei Personen besteht. Der Vorstand bin ich selbst, dann ist eine Pfarrerin dabei, die Leiterin der Arbeitsstelle für Integration (AfI) Neunkirchen und ein Banker." Hans-Werner Klein sorgt für die geschäftlichen Abwicklungen.

Das Geld der Stiftung kommt aus den Zinsen des Stammkapitals, aus privaten Spenden, vorwiegend von Familie Klein, und Freunde wünschen sich zu großen Anlässen schon mal Spenden statt Geschenke. "Kürzlich ist sogar ein Bußgeld bei uns eingegangen, das wohl ein Gericht für einen sozialen Zweck abverlangt hat", freut sich Barras-Klein. "Und die Belegschaft des Finanzamts Saarlouis hat an ihrer Weihnachtsfeier gesammelt und uns spontan das Geld gespendet."

Die Stiftung setzt Mittel für ausgewählte Projekte über das Saarland hinaus dort ein, wo Bedürftigkeit vorliegt. So müssen zusätzliche Stützpädagogen finanziert werden, pädagogisches Material wird angeschafft und die Erzieherinnen brauchen sonderpädagogische Weiterbildungen. In einem besonderen Fall hat die Stiftung die Essenskosten für ein Kind über zwei Winter übernommen, sonst hätte die Mutter es zu Hause behalten müssen. In zehn Jahren wurden schon 35 Projekte unterstützt.

Die letzte Übergabe machte Barras-Klein in einem Pachtener Kindergarten. Dort wird ein schwerbehinderter Junge in einer Gruppe mitbetreut. In der Zimmerecke hat er seinen eigenen bequemen Platz, wo er liegen und sich entspannen kann. Nun hat er über die Stiftung eine ganz spezielle Schaukel bekommen, die ihm etwas mehr Lebensqualität ermöglicht.

Die Barras-Klein-Stiftung kann mit Sach- und Geldspenden unterstützt werden. mha

Kürzlich übergab Silvia Ballas-Klein (2.v.l.) eine Spende in der Kindertagesstätte "Arche Noah" Neunkirchen an Leiterin Petra Hübschen (3.v.l.) und Pfarrer Uwe Schmidt (rechts). Foto: SZ/Ballas-Klein.
Kürzlich übergab Silvia Ballas-Klein (2.v.l.) eine Spende in der Kindertagesstätte "Arche Noah" Neunkirchen an Leiterin Petra Hübschen (3.v.l.) und Pfarrer Uwe Schmidt (rechts). Foto: SZ/Ballas-Klein.

Kontakt: Ballas-Klein-Stiftung, Carl-Benz-Straße 13, 66773 Schwalbach-Hülzweiler, Telefon (0 68 31) 5 40 33.