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In 13 Metern Höhe über den Elmer Feldern

Der Krickelsberg-Turm bei Elm-Sprengen steht seit wenigen Jahren. Foto: Johannes A. Bodwing
Der Krickelsberg-Turm bei Elm-Sprengen steht seit wenigen Jahren. Foto: Johannes A. Bodwing FOTO: Johannes A. Bodwing
Schwalbach. Der Landkreis Saarlouis verfügt über viele schöne Aussichtspunkte. Von diesen erschließt sich dem Betrachter eine abwechslungsreiche Landschaft. In einer Serie stellen wir einige dieser Aussichtspunkte vor. Heute: Blick vom Krickelsberg-Turm in Schwalbach. Johannes A. Bodwing

Schöne Aussichten richten sich nicht nach kommunalen Grenzen. So steht der Krickelsberg-Turm zwar auf Schwalbacher Bann, der Blick geht aber vor allem über die Ortsteile von Elm hinweg nach Westen. Viele übersehen den hölzernen Aussichtsturm bei Elm-Sprengen. 52 Stufen geht es nach oben zur zehn Meter höher liegenden überdachten Plattform. Etwa 13 Meter insgesamt ragt er über den Feldern auf.


"Wir sind richtig stolz auf den, auch wenn er auf Schwalbacher Bann steht", versichert Christel Albert, Ortsvorsteherin von Elm. Das sei "aber nur knapp", es gehe bloß um ein paar Meter. Außerdem werde die Sicht nach Schwalbach von hohen Nadelbäumen verdeckt.

Konstrukteur des Turms war Alois Speicher. Einen Vorgängerturm habe es gegeben, berichtet er. Der sei nur fünf Meter hoch und aus Stämmen aus dem angrenzenden Wald gefertigt gewesen. "Ende 1990 ist der abgerissen worden. 2001 habe ich dann mit der Planung für den neuen Turm begonnen. 40 000 Mark hat der gekostet."



Im Jahre 2003 nahm die Katholische Erwachsenenbildung, KEB, mit einer Arbeitsbeschaffungsmaßnahme den Bau in Angriff. Verwendet wurden stabile Leimbinder. Der Durchmesser beträgt etwa sechs Meter auf einem achteckigen Grundriss. Links daneben steht eine rustikale Schutzhütte. Auch die hatte bereits einen Vorläufer. "Aber es gibt keinen Strom und kein Wasser", sagt Christel Albert. Und demnach sei der Standort wenig geeignet für Feste am Turm. "Er wird viel genutzt von Sportlern. Die rennen die Treppen rauf und runter."

Historisches Erbe

Krickelsberg-Turm heißt das Bauwerk. Der Feldweg dorthin liegt fast in der Mitte zwischen dem Schwalbacher Gewerbegebiet Neyschacht und dem Ortseingang von Elm-Sprengen. Direkt am Turm vorbei führt eine alte Römerstraße. "Die geht von Schwarzenholz bis zum Bouser Bann", sagt Albert. "Im Wald hinter uns gibt es auch Keltengräber."

Über dieses historische Erbe berichteten Elmer Heimatforscher immer wieder bei ihren Führungen. "Hier im Tal gab es mal 14 Mühlen", weiß Albert noch. "Die hat der Sprenger Bach angetrieben", und betont dabei "Sprenger Bach". Denn dieses Gewässer wird etwa an der Grenze zu Bous zum Bommersbach. Nach Westen schließt sich die Bouser Höhe an. Ein paar Hügel weiter ragen Türme des französischen Carling auf.