Hübsch-hässliche Garde

Hülzweiler. Wenn der Karnevalsverein "Die Bollen" aus Hülzweiler seine Garden antanzen lässt, dann ist das bereits für die Zuschauer ein Garant für beeindruckende Marschtänze und choreografische Meisterleistungen. Dabei darf es dann auch gerne mal eine Aufführung sein mit Überraschungseffekt

Hülzweiler. Wenn der Karnevalsverein "Die Bollen" aus Hülzweiler seine Garden antanzen lässt, dann ist das bereits für die Zuschauer ein Garant für beeindruckende Marschtänze und choreografische Meisterleistungen. Dabei darf es dann auch gerne mal eine Aufführung sein mit Überraschungseffekt.Dafür sorgte am vergangenen Samstag im Haus für Kultur und Sport zur ersten Bollen-Kappensitzung für diese Session die Tanzgarde. Sie glänzte im ersten Teil des Programms mit einem etwas anderen Marsch, der Mut zur Hässlichkeit bewies. Und damit landeten sie einen echten Volltreffer. Sitzungspräsident Theo Dincher freute sich außerordentlich auf diesen Programmpunkt, stieg dafür extra von seinem hohen Sitzungsthron herab, trat vor die Bühne, weil er die Garde endlich mal von vorne sehen wollte.

Nach seiner Ankündigung torkelten zwei scheinbar betrunkene Mädels auf ihn zu, ihr Outfit war alles andere als die gewohnt prachtvolle Uniform, ihre Frisur und die Schminke - na ja. Schon da war dem närrischen Volk im Saal klar, hier hat man sich einmal mehr etwas Außergewöhnliches einfallen lassen.

Bollenorden für Maria Sturm

Die Garde bewies Mut zur schönen Hässlichkeit und zeigte eine Choreografie, die eher zum Schmunzeln, als zum Staunen anregte. Die Folge: die lautstarke Forderung nach einer Zugabe.

Tradition hat es in Hülzweiler, zu Beginn der ersten Kappensitzung den Bollenorden für besondere Verdienste um das Hülzweiler Gemeinschaftsleben zu verleihen. In diesem Jahr ging der begehrte Orden an Maria Sturm, die sich im Kneipp-Verein Hülzweiler engagiert.

Das Programm der Bollen war bunt gespickt mit Tanzvorstellungen, Gesang und jeder Menge Klamauk. Die Lachmuskeln mächtig strapazierten dabei nicht nur Norbert Jochem, als er feststellen musste, dass er mit 60 Jahren zwar gerne noch jung sein würde, es aber nicht ist und dennoch als Grufti richtig viel Spaß am Leben hat, oder Markus Thömmes, der als Professor Meckermann seinem Namen alle Ehre machte.

Auf einen Blick

In der Bütt standen: Norbert Jochem, Antonio Caramazza und Patrik Hof, Markus Thömmes, Michael Schwed und Uwe Hahner, Michael Reidenbach, Uwe König und Günter Woll. Sketche und Showeinlagen: Die Schulklasse (Jutta Schulz, Beatrice Schneider, Uwe Ganns, Johannes Dierking, Markus Thömmes, Michael Reidenbach, Jürgen Schmidt, Thomas Schmidt, Günter Woll), die Bollen-Man-Group (Dennis Rosche, Thomas, Albert, Simon Pfeifer, Tobias Philippi, Daniel Klein, David Disch, Jan Schmidt, Sebastian Günter, Mike Theobald), das Männerballett (Patrick Weyand, Rainer Praum, Klaus Braun, Thomas Bur, Jürgen Schmidt, Volker, Rafael Irsch). Musik und Tanzdarbietungen: Bollenchor, Tanzgarde, Juniorengarde, Jugendabteilung. hth