Frisches in der Vegithek

Das Unternehmen Edeka Südwest Berghoff testet die Vegithek. Momentan warten rund 20 tagesfrische vegane und vegetarische Produkte auf neugierige Kunden. Das Angebot wird gut angenommen.

So mancher Kunde im Edeka-Markt in Elm dürfte es schon bemerkt haben - frischer Fisch und das Käsesortiment in der Bedientheke sind ein bisschen auseinandergerückt, haben Platz gemacht für die neuen Produkte in der Vegithek. Die wurde in der vergangenen Woche installiert und hat, wie Felix Berghoff, Geschäftsführer des Marktes in Elm erzählt, schon zahlreiche Kunden aus dem ganzen Kreis angelockt.

Vegane Pastete, Eiersalat ohne Ei, Falafel, Satay-Schnitzel oder vegetarische Burger, dazu ein buntes Grillsortiment aus mariniertem Tofu und Gemüse, das Angebot im Frischebereich ist noch klein, soll aber schon bald erweitert werden.

Vor einiger Zeit hatte das Unternehmen Edeka Südwest Berghoff angefragt, als einer von drei Märkten im Saarland - neben Elm testet Edeka Fuchs in Saarbrücken und Edeka Bittner in Homburg - kann Berghoff in den kommenden Monaten die "Vegithek" mit derzeit rund 20 tagesfrischen Produkten testen. "Wir hatten schon vor mehr als zehn Jahren die ersten vegetarischen Produkte im Sortiment, was damals für uns als kleiner Markt sehr schwierig war", erzählt er.

Sensibel im Umgang mit Fleisch ist Familie Berghoff bereits seit 15 Jahren, alle drei Kinder der Familie ernähren sich vegetarisch. Darunter auch Tochter Stephanie, die in der dritten Generation im Unternehmen tätig ist. Für sie ist die "Vegithek" mit dem immensen Beratungsaufwand, den sie in der Startphase mit sich bringt, eine willkommene Herausforderung.

Gemeinsam mit Mitarbeiterin Jennifer Scher hat die Juniorchefin Seminare besucht, ist geschult im Umgang mit den Zutatenlisten der vegetarischen und veganen Frischeprodukte, die ab sofort in der Theke angeboten werden. Dort warten sie auf Veganer , Vegetarier, aber auch auf aufgeschlossene Kunden . So wie Elke Baldauf aus Elm . "Wir essen Fleisch, ganz wegstreichen würde ich es auch nicht. Aber warum nicht mal diese Alternative ausprobieren", sagt sie und nimmt die vegane Wurstprobe, die ihr Stephanie Berghoff reicht, gerne an. So ganz ihren Geschmack trifft die Wurst nicht, die vegetarische Alternative mit Paprikastückchen ist da schon eher was für Baldauf.

So wie sie, erzählt Felix Berghoff, testen derzeit viele Kunden in Elm die neue Produktpalette. "Und viele greifen gerne zu, verzichten immer öfter, aber nicht ganz auf Fleisch", erzählt er. Flexitarier nennt er die Kunden , die neben den herkömmlichen Wurst- und Fleischwaren vegetarische und vegane Produkte in ihren Speiseplan einbauen, als Mischkostler bezeichnet sich Jennifer Scher.

Derzeit ist das neue Angebot in insgesamt 50 Märkten im Saarland, Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und einem Teil von Bayern in der Testphase, vor allem mit eigenen Kreationen und vielen kleinen Probierangeboten wird in Elm die Werbetrommel gerührt. "Ich bin schon heute vom Erfolg der Vegithek überzeugt. Es ist ein Angebot, auf das die Kunden lange gewartet haben", sagt er.