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Jahreshauptübung
Wenn’s im dichten Qualm noch knallt . . . 

Die Bergung von Verletzten aus dem Schützenhaus in Schwalbach war Teil derAufgabe der Schwalbacher Feuerwehrleute bei ihrer Hauptübung.
Die Bergung von Verletzten aus dem Schützenhaus in Schwalbach war Teil derAufgabe der Schwalbacher Feuerwehrleute bei ihrer Hauptübung. FOTO: Andreas Engel /
Schwalbach. Der angenomme Brand im Schützenhaus wurde zu einer besonderen Herausforderung für die Schwalbacher Feuerwehr. Von Andreas Engel

Es war wie im richtigen Leben. Eine knappe Stunde vor dem eigentlichen Beginn der Jahreshauptübung der Schwalbacher Feuerwehren, mussten die Retter aus Schwalbach-Elm zu einem Einsatz ausrücken. Ein Auto war aufgrund eines Defektes in Brand geraten. „Das war aber gottseidank keine größere Sache“, sagte Wehrführer Hermann-Josef Schudell. Das Feuer sei schnell gelöscht worden. So konnte die große Übung trotz allem pünktlich beginnen.


Die Planer der Übung hatten sich mal wieder was ganz besonders Kniffliges ausgedacht. Das Schützenhaus am Wilhelmschacht war in Brand geraten, ausgerechnet das Schützenhaus mit der eingelagerten Munition, dachten wohl einige. Bei Wartungsarbeiten im Domizil der Schützen, so das Übungsszenario, kommt es im Keller zum Feuer. In letzter Minute kann sich der Hausmeister noch ins Freie retten und die Feuerwehr alarmieren. Die Feuerwehrleute, in diesem Falle gelangen die Schwalbacher als erste an die Unglücksstelle, finden vor Ort dichten Qualm vor. Der Hausmeister unterrichtet die Retter, dass sich noch Personen im Unglücksbereich befinden. Oberste Priorität hat bei Feuerwehreinsätzen immer die Rettung von Menschen. So auch im Übungsfall im Schützenhaus. Im Rauch finden die Wehrleute, ausgestattet mit Atemschutzgeräten, die Verletzten und bringen sie in Sicherheit. Dort werden sie von DRK-Kräften medizinisch versorgt.

Kompliziert wurde die Lage durch einen Tresor, der sich im Heizungsraum befindet. Dort vermutete man Munition, und tatsächlich, die Regie lässt es kräftig knallen. Wasser wird aus den Hydranten in den umliegenden Straßen herbei gepumpt, Stromexperten kappen die Leitungen, Gasflaschen werden in Sicherheit gebracht.



Nach einer knappen Stunde haben die Rettungskräfte die Lage im Griff, die Verantwortlichen zeigen sich zufrieden. Eine genaue Manöverkritik, wo Fragen, wie und wo noch Verbesserungsbedarf besteht, erfolgt später.

An der Übung waren die Löschbezirke Schwalbach, Elm und Hülz­weiler beteiligt. Ihnen zur Seite standen die DRK-Ortsverbände Elm und Hülzweiler. Auch Beobachter des Technischen Hilfswerkes (THW) waren zugegen.

Im Anschluss an die Übung fanden im Feuerwehrgerätehaus Ehrungen und Beförderungen statt.