Ein Aprilscherz wird es nicht

Kreis Saarlouis. "Ich muss das mit dem ersten Beigeordneten Oswald Kriebs noch klären", sagte Patrik Lauer gestern der SZ. Es geht um den ersten Tag im neuen Amt für den frisch gewählten Landrat. Wie berichtet hatte SPD-Mann Lauer mit 55,70 zu 44,30 Prozent der Stimmen gegen Thomas Hartz von der CDU gewonnen.Sonntagabend war hier - bei den Sozialdemokraten - Zeit zu feiern

Kreis Saarlouis. "Ich muss das mit dem ersten Beigeordneten Oswald Kriebs noch klären", sagte Patrik Lauer gestern der SZ. Es geht um den ersten Tag im neuen Amt für den frisch gewählten Landrat. Wie berichtet hatte SPD-Mann Lauer mit 55,70 zu 44,30 Prozent der Stimmen gegen Thomas Hartz von der CDU gewonnen.Sonntagabend war hier - bei den Sozialdemokraten - Zeit zu feiern. Dort in den Reihen der Christdemokraten wurde Trübsal geblasen. Nein, mit der Niederlage von Hartz hatten sie nicht gerechnet, und in der Höhe schon gar nicht.

Sonntagabend war deshalb auch noch nicht der Zeitpunkt für die Festlegung. Kriebs wolle lieber den 1. März. Es ist ihm kaum zu verdenken, denn er hat den vermeintlichen Job, der eher eine Vollzeitbelastung ist, seit August 2011 am Hals. Andererseits, so tickerte der Flurfunk, wolle Lauer erst am 1. April anfangen. "Nein, das klingt komisch, ein Aprilscherz soll es nicht werden", sagt Lauer. "Gut möglich, dass wir uns in der goldenen Mitte treffen." Ihm wäre es nämlich "ganz lieb" noch ein paar Dinge als Nalbacher Bürgermeister zu erledigen. Unter anderem muss noch der Haushalt verabschiedet werden.

Siegerpose gegen lange Gesichter: Während sich die Sozialdemokraten - oberes Bild von links Roland Henz, Heiko Maas und Patrik Lauer - ausgelassen freuen, herrscht bei der CDU Trübsal - unten von links Monika Bachmann, Franz-Josef Berg, Thomas Hartz und Dagmar Heib. Fotos: Thomas Seeber.

Den Nalbachern ist er nämlich dankbar. Die haben ihm das höchste Ergebnis bei dieser Wahl in einer Kommune beschert: 70,09 Prozent. Fast, aber eben nicht ganz so gut hat Hartz in seiner Gemeinde abgeschnitten: 68,04 Prozent, und in Schwalbach, das unter anderem Heimat der Ex-Landrätin Monika Bachmann ist, waren es für deren Parteifreund 58,58 Prozent. "Außer diesen beiden hatte ich keine Gemeinde verloren gegeben", sagt Lauer, und fast hätte er sein äußerst ehrgeiziges Ziel, in elf von 13 Städten und Gemeinden zu gewinnen, erreicht. Lebach ging an Hartz, aber es war dort so knapp - 51,39 zu 48,61, dass bei der Auszählung im Landratsamt ein deutlich vernehmbares Raunen durch den Saal ging: Wenn nicht mal dort ein besseres Ergebnis für den CDU-Bewerber herausspringt … 20 Prozentpunkte Vorsprung in Dillingen, über zehn in Saarlouis. Knapp 2000 Stimmen lag Lauer per saldo in Saarlouis, Dillingen und Lebach vor Hartz. Mit den zusätzlichen Siegen in acht von zehn Gemeinden kam er auf insgesamt 6281 Stimmen Vorsprung.

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