DRK-Landespräsident zu Gast beim Weltblutspendetag in Hülzweiler

Blutspende : Spendenaktion zum Weltblutspendetag in Hülzweiler

DRK-Landespräsident betont Wichtigkeit der Blutspende für Kranke und Verletzte.

Eigentlich wollte DRK-Präsident Michael Burkert am Welt-Blutspendetag (Mittwoch) selbst Blut spenden, sein derzeitiger Gesundheitszustand ließ es derzeit aber nicht zu. Dennoch ließ er es sich nehmen, bei einem der größten Blutspendetermine im Saarland beim DRK-Ortsverein Hülzweiler den Spendern und den Helfern für ihren Einsatz zu danken. Ohne das ehrenamtliche Engagement in rund 120 Ortsvereinen im Saarland wäre eine erfolgreiche Arbeit des Blutspendedienstes West des Deutschen Roten Kreuzes nur schwer möglich. Allein im Saarland haben im vergangenen Jahr 454 Blutspendetermine stattgefunden. Mehr als 4500 Helfer des DRK waren dabei im Einsatz und betreuten die Blutspender.

 Der Präsident des saarländischen DRK hob in Hülzweiler noch einmal die Bedeutung der Blutspende für die Versorgung von kranken und verletzten Menschen hervor. Es kann jeden treffen, Blutkonserven helfen bei Unfällen, aber auch bei OPs und schwere Krankheiten immer wieder Menschenleben zu retten.

 Die DRK-Blutspendedienste liefern in Deutschland jeden Tag bis zu 12 000 Blutkonserven an Krankenhäuser und Arztpraxen und sichern damit rund 70 Prozent des Bedarfs an Präparaten in Deutschland. Im Saarland wurden im Jahre 2018 insgesamt 33 237 Spenden vom DRK gesammelt. Erfreulich war dabei, so Michael Burkert, „dass dabei 2000 Erstspender zu verzeichnen waren“. „Während viele ältere Menschen schon aus Tradition regelmäßig spenden“, erklärte die Vorsitzende des DRK Hülzweiler Helga Rettler (66), seit 52 Jahren für das DRK im Einsatz, „ist die Spendenbereitschaft bei der jüngeren Generation nach eigenen Beobachtungen und Erfahrungen rückläufig“.

 Es gibt aber auch Menschen, die sich immer wieder uneigennützig in den Dienst der Gesellschaft stellen, ganz so wie Beate Schommer aus Dillingen die in Hülzweiler bereits zum 106. Male Blut spendete.

 Jeder gesunde Mensch zwischen 18 und 73 Jahren kann mit seiner Spende Leben retten, Männer bis zu sechs Mal, Frauen bis zu vier Mal im Jahr. Die Blutspende-Termine vor Ort werden vom Blutspendedienst durch Ärzte und Entnahmepersonal betreut. Die Ortsvereine sorgen dann für die Betreuung und die Verpflegung der Spender. So hat sich seit vielen Jahren eine vertrauensvolle, örtlich sogar eine fast familiäre Atmosphäre gebildet.

 Die Blutspende beim Roten Kreuzes ist unentgeltlich. „Sie ist damit ein wertvoller Beitrag jedes einzelnen Spenders für die Gesundheitsversorgung der Bevölkerung“, versichert Jörn Klein, der stellvertretende Vorsitzende des DRK Hülzweiler. „Jeder Mensch kann einmal in seinem Leben auf eine Blutspende angewiesen sein, statistisch benötigt jeder dritte dies mindestens einmal in seinem Leben“, betont abschließend der DRK-Präsident.

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