DRK ehrt Blutspender in Hülzweiler

Ehrungen : „Blut wächst nicht auf dem Feld“

Das Deutsche Rote Kreuz hat in Hülzweiler Blutspender geehrt, zweimal sogar für 100 Spenden.

„Ich habe damals im Radio gehört, dass meine Blutgruppe dringend gesucht wird, also bin ich nach Saarbrücken und wollte helfen“, erinnert sich Maria Brühl aus Hülzweiler. Vom Mutterpass kannte sie ihre Blutgruppe, helfen konnte sie damals allerdings leider nicht, wegen zu niedrigen Blutdrucks musste sie unverrichteter Dinge wieder nach Hause fahren. „Ich habe mir an diesem Tag aber fest vorgenommen, zu den regulären Spendenterminen in meinem Heimatort zu gehen, und es hat funktioniert“, sagt sie. Am Freitag wurde Maria Brühl für 100 Blutspenden – „ein 50 Liter Fass“ – wie Ortsvorsteher Georg Maringer betonte, offiziell geehrt. „Natürlich freut man sich, wenn man zu einer Ehrung eingeladen ist, es ist eine kleine Anerkennung“, verriet sie. Besonders freute sie sich über den neu gestalteten, goldenen Rot-Kreuz-Anhänger. „Ich habe zwar noch niemand ganz direkt zur Blutspende mitgenommen, aber ich erzähle schon im Freundeskreis immer wieder davon und hoffe so, andere zu animieren“, sagt sie. Nicht ganz so oft war Daniela Rau bisher beim Blutspenden. Sie erhielt die Auszeichnung für 75 Spenden. Während viele Spender direkt aus Hülzweiler kommen, hat sie eine weitere Anreise. „Ich komme extra aus Beaumarais, doch, wer einmal in Hülzweiler war, der kommt immer wieder“, erklärt sie. Sie sei eine Spätberufene, habe erst mit 40 Jahren zum ersten Mal gespendet. „Als mein Mann verstorben ist, habe ich in seinem Sinn weitergemacht, inzwischen konnte ich auch meine Kinder überzeugen“, sagt sie.

Bemüht um die Zufriedenheit aller Blutspender ist die langjährige Vorsitzende des DRK Hülzweiler, Helga Rettler. „Wir sind sehr froh, dass wir die Gemeinde hinter uns haben. Mit dem Haus für Kultur und Sport haben wir viel Platz und können die Spendentermine sowohl für die Spender, aber auch für unsere Helfer angenehm gestalten“, sagt sie. Für Ortsvorsteher Maringer eine Selbstverständlichkeit. Er betonte am Freitag die Wichtigkeit der Blutspende. „Blut wächst nicht auf dem Feld, man muss Menschen haben, die es freiwillig in ihrer Freizeit abliefern“, erklärte er. Dabei, so erläuterte er, kann eine Blutspende gleich drei Leben retten. „Dazu kommt noch die Verwendung in der Krebstherapie, aber auch die Medikamentengewinnung allgemein, die für uns alle so wichtig ist“, betont er. „Ganz besonders beeindruckt hat mich die Tatsache, dass Blutplättchen nur vier Tage lang haltbar sind. Vor dem Hintergrund habe ich auch verstanden, warum es Spendentermine einen Tag vor Heilig Abend geben muss“, ergänzte Helga Rettler. Im Jahr 1975, erinnert sie sich, gab es in Hülzweiler den ersten Termin, damals kamen 135 Teilnehmer. Heute kommen zwischen 200 und 220 Blutspender. Damit liegt Hülzweiler hinter Wadern mit Dillingen auf dem zweiten Rang – saarlandweit.

Die Ehrungen: Wolfgang Seel (50 Spenden), Annemarie Bach, Karl-Heinrich Vandiken, Uli Linn (alle 60 Spenden), Daniela Rau (75 Blutspenden), Brigitte Strauß, Maria Brühl (100 Blutspenden).

Mehr von Saarbrücker Zeitung