Die Wege sind in Ordnung

Im Juni 2013 haben fünf Schwalbacher Vereine Patenschaften für die Rad- und Wanderwege der Gemeinde übernommen. Sie hängen Schilder auf und melden Missstände. Heute zeigt sich: Die Wege sind in Ordnung.

"Es ist alles in Ordnung", fasst Hermann Schemel, Wegewart im Saarwald-Verein Schwalbach , die Situation der Rad- und Wanderwege rund um Schwalbach zusammen. Für diese haben fünf Vereine im Juni vergangenen Jahres Patenschaften übernommen: der Saarwald-Verein Schwalbach , der Turnverein 1911 Griesborn, der Sportverein Hülzweiler, der Turnverein Elm und der Heimat- und Wanderverein Edelweiß. Sie sollen Schilder erneuern und Missstände auf den Wegen an die Gemeinde melden.

Für Schemel ist das nichts Neues, denn das hat er schon vor der Unterzeichnung der Patenschaftsurkunden gemacht - und war für alles zuständig. "Jetzt habe ich nur noch fünf Wege, es ist also weniger und einfacher geworden", erklärt er. Die restlichen Wege wurden unter den Vereinen aufgeteilt, und Schemel findet: "Bis jetzt klappt das."

Für den Mühlenweg und den Keltenweg ist der Heimat- und Wanderverein Edelweiß zuständig. "Wir müssen zwar in einem gewissen Turnus die Wanderwege abgehen", berichtet der Vorsitzende Eric Trenz, "aber das sind Wege, die wir eh streifen." Der Aufwand hält sich also in Grenzen, und auch mit der Abwicklung mit der Gemeinde ist Trenz zufrieden: "Das ist alles kein Problem. Wenn wir etwas melden, wird das direkt gemacht."

Diese Erfahrung teilt Jürgen Kollmann, Spartenleiter Wandern im TV Griesborn: "Die Gemeinde ist aktiv und hält regelmäßig Kontakt. Alles, was wir gemeldet haben, wurde umgesetzt." Der TV Griesborn ist für den Grubenweg 1, 2 und 3 zuständig. "Man muss sich zwar engagieren", meint Kollmann, "aber ich bin angenehm überrascht, das funktioniert ganz prima."

Auch Markus Weber, Leiter der Zentralen Verwaltung, ist zufrieden: "Das ist eine gute Sache." Am Anfang seien mehr Meldungen eingetroffen, "jetzt kommt etwa einmal im Quartal etwas. Das hat sich eingependelt". Die Meldungen laufen alle bei der Gemeinde auf und werden an den Bauhof weitergegeben. "Der Missstand wird dann behoben", sagt Weber, "in der Hoffnung, dass das nicht wieder passiert." Denn wenn Mülleimer oder Rückenlehnen an Bänken fehlen, kann Vandalismus ein Grund sein.

Bisher konnten alle von den Vereinen gemeldeten Missstände beseitigt werden, erklärt Weber, "es war alles berechtigt und angebracht". Zudem verlässt sich die Gemeinde nicht nur auf die Patenschaften, sondern geht auch auf Anrufe oder Äußerungen bei der Bürgersprechstunde ein. Im Mai sind zum Beispiel Panoramabänke aufgestellt worden, ergänzt er, an Orten mit besonders schöner Aussicht.