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Das Jesuskind liegt noch im Versteck

Das Jesuskind liegt noch im Versteck

Den Wunschzettel haben die Zwillinge Felicia und Dominik sowie ihre Schwester Joline Maxheim längst geschrieben. Nun wollen sie mit Mutter Stefanie, Oma, Opa, Tante und Onkel im Haus Nummer 17 Weihnachten feiern.

Stefanie Maxheim aus Elm freut sich mit ihren drei Kindern aufs Weihnachtsfest mit Verwandten en. Foto: Carolin Merkel Foto: Carolin Merkel

Mit einem verschmitzten Lächeln fragt die sieben Jahre alte Felicia, ob sie das Jesuskind zeigen darf. Denn das liegt noch nicht in der Krippe auf dem Sideboard im Wohnzimmer der Familie Maxheim in Elm . "Das Jesuskind kommt erst am Heiligen Abend in die Krippe dazu", erklärt Mama Stefanie. Doch für die Saarbrücker Zeitung lüftet das Mädchen das Geheimnis, hebt ein wenig von dem Moos auf dem Dach der Krippe, und da liegt das Kind seelenruhig und wartet auf seinen großen Auftritt in der kommenden Woche. Viel aufgeregter sind da Felicias Zwillingsbruder Dominik sowie die große Schwester Joline, zehn Jahre.

Alle drei haben ihren Wunschzettel längst geschrieben, der größte Wunsch, weiß die Zehnjährige, wird leider nicht in Erfüllung gehen. "Es wäre so schön, wenn der Papa wieder da wäre", sagt sie. Der ist vor zwei Jahren verstorben, Stefanie Maxheim sorgt zusammen mit den Großeltern und Paten für den Halt für die Kinder. Gute Stimmung kommt auch auf, als der vier Jahre alte Familienhund Henry ins Wohnzimmer stapft und sich seine Streicheleinheiten verlangt. "Ich wünsche mir noch eine Katze und einen Hamster", sagt Felicia, während ihr Bruder eher auf Technik steht. Doch bevor es bei der Familie ans Auspacken der Geschenke geht, steht erst einmal der Besuch des Krippenspiels an. "Wenn wir dann daheim sind, gehen wir in unsere Zimmer und warten auf das Glöckchen", berichtet Joline. Doch nicht nur das Christkind werkelt in dieser Zeit, auch Mama Stefanie ist in der Küche mit den Vorbereitungen beschäftigt. "Wir machen traditionell Raclette, da wird vorher gemeinsam in der Küche geschnippelt, was das Zeug hält", erzählt sie.

Zu Besuch kommen Oma, Opa, Tante, Onkel und auch Henrys Spielkamerad, Mops Josef. Bis dahin wird auch der Baum geschmückt sein, der momentan noch im natürlichen Grün im Wohnzimmer steht. "Wir haben immer so eine komische Christbaumspitze", verrät Joline, doch Stefanie Maxheim gesteht, dass sie für dieses Jahr endlich etwas Neues gekauft hat, was oben am Baum prangen wird. Während der für den festlichen Rahmen sorgt, werden die drei Kinder reihum die Geschenke auspacken, "das machen wir abwechselnd, dann ist es für alle spannend und keine allzu große Hektik", sagt die Mama.

Fest eingeplant an den Feiertagen ist der Besuch der Kirche, schließlich ist Joline Messdienerin. "Und dann wird gut und viel gegessen. Dafür sorgen die Omas mit Rindfleischsuppe und Kaninchen", berichtet Maxheim. "Wir Erwachsenen schenken uns nur Kleinigkeiten, wichtig ist, dass wir zusammensitzen und feiern. Das schätzt man gerade nach so einem Erlebnis noch viel mehr wert", sagt die dreifache Mama.