Bürgermeisterwahl in Schwalbach: Amtsinhaber Neumeyer einziger Kandidat

Bürgermeisterwahl in Schwalbach : „Bürgermeister sein ist etwas Schönes“

Hans-Joachim Neumeyer will in Schwalbach weitermachen.

Sich am Superwahlsonntag im Mai dem Votum der Bürger zu stellen, stand für Hans-Joachim Neumeyer außer Frage. Und das, obwohl er der einzige Kandidat für seine Nachfolge ist. „Ich lasse mich wählen, weil der Gesetzgeber das so festgelegt hat. Der Bürger soll die Wahl haben“, betont der CDU-Mann. Die Parteizugehörigkeit ist ihm im Sinne einer „politischen Heimat“ zwar wichtig, Neumeyer betont aber, dass er sich im Amt weiter als Akteur für alle versteht: „Das ist sozusagen mein Dauerprogramm.“

Im Rückblick auf seine zu Ende gehende Amtszeit ist er mit einigen Entwicklungen besonders zufrieden. So habe man es – stets in guter Zusammenarbeit mit den Gremien – geschafft, immer genug Plätze in Nachmittagsbetreuung und Grundschule zu haben. Aktuelles Projekt ist die Kirchbergschule, die „aus allen Nähten platzt“. Hier sollen bis zu vier Millionen Euro investiert werden. Rund sechs Millionen wurden in den letzten Jahren in die Kindergärten investiert, resümiert Neumeyer.

Die Finanzen hat Schwalbach mittlerweile im Griff. „Die Verschuldung ist rückläufig“, bilanziert Neumeyer. Erstmals seit 25 Jahren könne im Haushalt sogar mit einem leichten Überschuss gerechnet werden, der allerdings zur Tilgung von Schulden eingesetzt werden müsse. Trotz einer langen Haushaltsnotlage sei es Rat und Verwaltung aber immer gelungen, wichtige Investitionen in die Infrastruktur und die Gemeindeentwicklung zu tätigen.

Und genau hier will Neumeyer weitermachen. Auf seiner Agenda finden sich die Gestaltung der Ortsmitte Knausholz/Derlen und der Bau eines Verkehrskreisels in der Bachtalstraße/Sebastianstraße/Am alten Schacht. In Hülzweiler geht es an die Gestaltung des Marktplatzes und in Schwalbach an die Gestaltung des Ensembles Alberoschule und des Grünzuges Schwalbach-Aue mit dem Großwaldpark, unter anderem mit einem Generationenspielplatz. „Die Auftragsbücher sind voll“, sagt Neumeyer.

Besonders wichtig ist ihm auch die Entwicklung eines Verkehrskonzeptes für die gesamte Gemeinde. Angesichts der gestiegenen Verkehrsbelastung müsse hier etwas geschehen. Ein entsprechendes Gutachten wurde vom zuständigen Ausschuss bereits auf den Weg gebracht.

Das Miteinander im Ort ist für Neumeyer ein hohes Gut. Deshalb will er weiter die Arbeit in Vereinen und das Ehrenamt fördern. „Man muss engagierten Menschen eine Plattform geben – in ganz vielfältigen Formen.“ Über allem stehe für ihn das Ziel, nachhaltig und zukunftsorientiert zu arbeiten. „Ich bin mit Leib und Seele dabei, mache das gerne und möchte deshalb auch weitermachen. Bürgermeister sein ist etwas Schönes.“

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