Angebote für Frauen vernetzen sich

Angebote für Frauen vernetzen sich

Schwalbach. Rund 30 Aussteller, vom Frauennotruf über die Saarbrücker Kontaktstelle für Selbsthilfe, den Frauenorganisationen der Parteien und Wohlfahrtsverbände bis hin zum Schwalbacher Mehrgenerationenhaus, dem Saarlouiser Demenzzentrum und dem Mädchenarbeitskreis des Landkreises haben bei der 1. Fraueninfobörse in Schwalbach vielen Besucherinnen ihre Angebote vorgestellt

Schwalbach. Rund 30 Aussteller, vom Frauennotruf über die Saarbrücker Kontaktstelle für Selbsthilfe, den Frauenorganisationen der Parteien und Wohlfahrtsverbände bis hin zum Schwalbacher Mehrgenerationenhaus, dem Saarlouiser Demenzzentrum und dem Mädchenarbeitskreis des Landkreises haben bei der 1. Fraueninfobörse in Schwalbach vielen Besucherinnen ihre Angebote vorgestellt. Während des ganzen Tages konnte man überall im Saalbau Frauen bei offenen Gesprächen belauschen. Spannend vor allem die Diskussionsrunden unter Leitung der Journalistin Dr. Ilka Desgranges. "Wie fühlen sich Fachfrauen von der Politik wahrgenommen und unterstützt" war der Titel einer Diskussionsrunde mit leitenden Mitarbeiterinnen sozialer Einrichtungen im Landkreis Saarlouis. "Ich habe in 30 Jahren immer ein offenes Ohr in der Kommunalpolitik gefunden", formulierte Anne Huwig-Groß , Caritas. Jedoch: "Es fehlt ein Anlaufzentrum für Menschen, die in besonderen Umständen den Tritt im Leben verloren haben." Auch Oranna Fuchs, Leiterin des Frauenhauses, fühlt sich von der Kommunalpolitik "sehr gut wahrgenommen." Sie bemängelte , dass es kein bundeseinheitliches Konzept zur Finanzierung der Frauenhäuser gibt. Die Unsicherheit der Finanzierung bedrückte auch Anne Lux vom Verein "Difa" in Dillingen. Und sie wünschte sich, dass Frauen in ihrem Projekt der Einstieg in den Beruf erleichtert werde. "Es reicht nicht aus, Kindergartenplätze bereit zu stellen." Patricia Metzen vom Pflegestützpunkt des Landkreises forderte, pflegende Angehörige besser zu stellen. "Wir brauchen Pflegezeiten, genauso wie wir Erziehungszeiten haben." Wünsche, die zu einer lebhaften Diskussion im Saal führten. xan

Meinung

Themen brauchen Öffentlichkeit

Von SZ-RedakteurinNicole Bastong

Jutta Krüger-Jacob (Bündnis 90/Die Grünen), Alexandra Heinen (CDU), Christel Albert (SPD), Moderatorin Ilka Desgranges, Alexandra Forster (FDP) und Isabella Bauch (Die Linke). Foto: Thomas Seeber.

Frauen haben andere Probleme: Der größte Teil der häuslichen Arbeit und der Kindererziehung bleibt immer noch an den Frauen hängen, auch wenn beide Eltern berufstätig sind. Das große Thema Vereinbarkeit von Beruf mit Kindern oder pflegebedürftigen Angehörigen ist vor allem ein Frauenthema. Damit diese Probleme aber gesamtgesellschaftlich wahrgenommen, diskutiert und angegangen werden können, braucht es eine breitere Öffentlichkeit - auch jenseits derer, denen diese Probleme sattsam bekannt sind.