"44 Jahre geballter Idealismus"

Schwalbach. Mit einem bunten Programm, vollgepackt mit Tanz, Musik und Klamauk, feierte die Karnevalsgesellschaft Ri-Ra-Rutsch aus Schwalbach ihr närrisches Jubiläum von 4 x11 Jahren. Treffpunkt war am Samstag der Gemeindesaalbau in Schwalbach

Schwalbach. Mit einem bunten Programm, vollgepackt mit Tanz, Musik und Klamauk, feierte die Karnevalsgesellschaft Ri-Ra-Rutsch aus Schwalbach ihr närrisches Jubiläum von 4 x11 Jahren. Treffpunkt war am Samstag der Gemeindesaalbau in Schwalbach. Dort lobten Staatssekretär Gerhard Wack als Schirmherr und Horst Wagner, Präsident des Verbandes Saarländischer Karnevalsvereine, das Engagement der Schwalbacher Karnevalisten für und in der Gesellschaft. Das Programm gestalteten 13 befreundete Karnevalsvereine aus dem gesamten Saarland. "Seit 44 Jahren vermittelt der Verein Freude und Frohsinn", schreibt Ehrenpräsident Detlef Breier in der Festschrift. Den Grundstein für das Jubiläum legte der Turnverein Griesborn, der 1966 erstmals zu einer Kappensitzung einlud. Unterstützt wurden die Turner damals von der SV Einigkeit Schwalbach, dem Gesangverein Fidelio Griesborn. Richtig durchgestartet sind die Schwalbacher mit ihren Kappensitzungen in der Session 1968/69, drei an der Zahl und alle bis auf den letzten Platz ausverkauft. Zehn Jahre später schlossen sich dann fünf Vereine zusammen und gründeten offiziell eine eigenständige Gesellschaft, die sich ausschließlich der Pflege karnevalistischen Brauchtums widmete, die Karnevalsgesellschaft Ri-Ra-Rutsch. "Das, was heute hier gefeiert wird, sind 44 Jahre geballter Idealismus", sagte Wagner in seiner Festrede am Samstag. Er lobte das Engagement des Vereins, sprach über die vielen ehrenamtlichen Menschen, die sich in der Pflege des Brauchtums verdient machten und darüber, dass das Ehrenamt immer noch zu wenig Anerkennung findet. Doch die Ri-Ra-Rutsch erlebte nicht nur Hoch-Zeiten. Der Verein schreibt in seiner Festschrift über eine schwere Krise in den 90er Jahren. 1998 kam nicht einmal ein Elferrat zu Stande, die Kappensitzung war lediglich mit 150 Gästen spärlich besucht. "Aber in jeder Krise steckt auch eine Chance", sagte Ortsvorsteher und Vereinsmitglied Bernd Schweitzer am Samstag. Die Ri-Ra-Rutsch habe die Chance genutzt und habe es geschafft, das karnevalistische Brauchtum im Schwalbach aufrecht zu erhalten.Und wie es sich für eine Festveranstaltung gehört, galt es auch Menschen zu ehren, die sich für den Verein stark machen. Die Ri-Ra-Rutsch ernannte am Samstag Senta und Walter Schramm sowie Hansi Constroffer zu Ehrensenatoren.