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Gemeinderat
Wasserpreis in der Gemeinde Schmelz steigt um zwölf Cent

Schmelz. Unter Mitteilungen und Anfragen brachte Bürgermeister Armin Emanuel in der letzten Sitzung dieses Jahres alle zum Lachen. Nach fast 40 Jahren geschehen noch Zeichen und Wunder, meinte der Schmelzer Verwaltungschef. Von Monika Kühn

Der Radweg zwischen Limbach und Schattertrisch kann endlich gebaut werden. Er werde diesen Tag dann „voll“ Freude er- und überleben. Alle Anwesenden wussten, was er damit meinte. Doch zuvor hatte der Rat noch eine umfängliche Tagesordnung abzuarbeiten. Neu auf der Tagesordnung war eine Stellungsnahme zum Planfeststellungsverfahren zum Anstieg des Grubenwassers. Emanuel  betonte, dass Schmelz nicht in der Wasserprovinz Duhamel liege, auch nicht unterfahren wurde. Doch durch den geplanten Wasseranstieg auf -320 Meter käme es mit Sicherheit zu Erderschütterungen. Sollte es dazu kommen, will die Gemeinde, dass Seismografen in die Wasserhochbehälter installiert werden, damit Erschütterungen abgelesen werden können. Einstimmiger Beschluss.


Einstimmig wurde auch die Petition  des Ortsrates Michelbach an das Bistum Trier verabschiedet. Darin fordern die Ortsräte, dass die Kirchengemeinde Michelbach wie vorgesehen bei Schmelz und somit zur Lebach als Pfarrei der Zukunft kommen soll.

Die Firma Backes erhielt den Auftrag „Arbeiten am Talbach zur Beseitigung  eines Hindernisses für die Laichwanderung“. Kosten über 31 000 Euro. Ein Grüngutsammelplatz wird in Schmelz gegenüber dem Bauhof an der Primshalle errichtet. Für die Tiefbauarbeiten erhielt die Firma Backes den Zuschlag von fast 170 000 Euro. Die Firma bietet an, die Fläche nach Abtrag von 15 bis 20 Zentimetern mit einer 26-Tonnen-Walze zu planieren und nachzuverdichten und darauf eine 50 Zentimeter starke Ausgleichs- und untere Tragschicht einzubauen.



Einstimmig wurde der Haushalt 2013 verabschiedet und dem Verwaltungschef Entlastung erteilt. Kämmerer  Andreas Puhl  erläuterte den 2013er-Abschluss:  Die Gemeinde hatte Aufwendungen von mehr als 24 Millionen  Euro, denen Erträge von 22,5 Millionen entgegenstanden.  Geplant war ein Fehlbedarf von zwei Millionen, dieser reduzierte sich allerdings auf 1,5 Millionen Euro. Das Konsolidierungsziel wurde erreicht.

Nicht angehoben werden im kommenden Jahr die Grundsteuern A und B sowie die Gewerbesteuer. Der Forstwirtschaftsplan schloss mit einem Minus von gut 14 000 Euro ab. Der Wirtschaftsplan des Abwasserbetriebes für das Wirtschaftsjahr 2018 sieht Einnahmen von 3,6 Millionen Euro vor, Ausgaben von 3,5 Millionen Euro.  Die Gemeinde will investieren in die Fremdwasserentflechtung am Erzweg und in Regenüberlauf- und Regenrückhaltebecken. In den nächsten Jahren soll die  Kanalisation in der Hochwaldstraße in Michelbach saniert werden.

Der Wasserpreis in der Kommune steigt um zwölf Cent pro Kubikmeter auf jetzt 2,19 Euro. Der Grundpreis erhöht sich um 1,5 Euro auf elf Euro. Einstimmig beschlossen wurde auch der Wirtschaftsplan des Gemeindewasserwerkes. Mit einem Gewinn von etwas über 30 000 Euro könne gerechnet werden.