Wanderer besiegen Hitze

Schmelz. Weniger kann manchmal auch mehr sein. Diese Erkenntnis ist das Fazit der 20. Schmelzer Wanderwoche, die am Wochenende zu Ende ging

Schmelz. Weniger kann manchmal auch mehr sein. Diese Erkenntnis ist das Fazit der 20. Schmelzer Wanderwoche, die am Wochenende zu Ende ging. Bürgermeister Armin Emanuel, seit vielen Jahren begeisterter Mitwanderer, lobte bei der Abschlussveranstaltung in der Primshalle die Professionalität der Veranstalter vom Saarwald-Verein Ortsgruppe Schmelz, die die Jubiläumswanderung zusammen mit den vielen ehrenamtlichen Helfern aus der Familie des Saarwald-Vereins vorbildlich organisiert hatten. Mit insgesamt 1054 Wanderern aus 58 mehr oder weniger weit von Schmelz entfernt liegenden Städten und Gemeinden war die Teilnehmerzahl um 349 niedriger als im Vorjahr. Aber die kleineren Wandergruppen führten zu einem intensiveren Erlebnis des Kulturwanderns, meinte der neue Vorsitzende des Schmelzer Saarwald-Vereins, Erik Glansdorp. Zusammen haben die Wanderer die Strecke von 12 345 Kilometern zurückgelegt. "Der Natur auf der Spur, wandern wir durch Feld und Flur" lautete das Motto in diesem Jahr. Aber nicht nur das Naturerleben stand im Vordergrund, die erfahrenen Wanderführer steuerten die Teilnehmer auch zu kulturhistorischen Punkten, so zum Beispiel durch das Rötelrevier, wo einst der ölhaltige Rötel zur Farbenherstellung abgebaut wurde. Zum Abschluss bewegten sich die Wanderer am Samstag zwischen Theel und Prims. Weite Passagen an diesem heißen Wandertag gingen durch schattigen Wald mit angenehmen Pausen. Auch hier gab es wieder eine Fülle interessanter Erläuterungen zu Geologie, Geschichte und naturkundlichen Phänomenen der Region. 142 Wanderer erhielten aus der Hand von Bürgermeister Emanuel die Wandernadel. Besonders geehrt wurden die 17 Wandersleute, die alle zehn Strecken gegangen waren. Die ältesten Teilnehmer waren Edgar Wagner mit 90 Jahren und Gerhard Scholtes mit 88 Jahren. Die jüngste "Wanderin" war mit elf Monaten die kleine Katharina-Elisabeth Trotzki, die aber natürlich größtenteils in ihrem Wägelchen geschoben wurde.