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Wanderwoche: Vom Bohnental zum Bohnenberg

Wanderwoche : Vom Bohnental zum Bohnenberg

Zum Auftakt der 27. Schmelzer Wanderwoche ging es mit Bürgermeister Emanuel auf Tour. Gute Stimmung trotz Regens.

Regen und Wind trotzten 75 Wanderfreunde zum Auftakt der 27. Schmelzer Wanderwoche. Bürgermeister Armin Emanuel führte die Tour über Trampelpfade und die Römerstraße vom Bohnental zum Bohnenberg. Für die Auswahl der Strecke war Dieter Frank verantwortlich, auch für das Wetter, wie Emanuel anmerkte. Frank war sich sicher, dass es am Anfang und am Ende regnen würde. Das stimmte auch, nur es regnete vom Anfang bis zum Ende. Trotzdem herrschte gute Stimmung bei der Höhenwanderung. Beim Start von 240 Metern bei der Kläranlage in Limbach ging’s über 14 Kilometer bis zum höchsten Punkt, dem Bohnenberg bei Hasborn-Dautweiler. Zwischendurch hätten die Wanderer tolle Aussichten und Panoramablicke genießen können. Hätten, wenn der Himmel nicht so wolkenverhangen gewesen wäre. Bei klarer Sicht hätten sich Fernblicke Richtung Hunsrück und Vogesen geboten.

Start der Wanderung war das Solbachtal, das auch die Grenze zum Landkreis Merzig-Wadern bildet. Diese Gegend war auch von 1920 bis 1923 die Grenze zum Deutschen Reich, wie Emanuel ausführte. Viele lustige Schmugglergeschichten existieren darüber. Interessant waren auch die Ausführungen des Wanderführers über die kommunale Zusammenarbeit. Die Orte im Bohnental gehören zur Gemeinde Tholey, nur Dorf im Bohnental  zur Gemeinde Schmelz. Hier sei es wichtig, zusammen zu arbeiten, da die fünf Orte nur gut 2500 Einwohner zählen. In der Ferne konnte die Wandergruppe auch ein weißes Kreuz erkennen. Dort sollte vor langer Zeit eine Siedlung entstehen, Hölzershausen. Der Name bleib, mehr als zwei Häuser wurden  aber nicht gebaut. Die Wanderung führte am Quellgebiet des Wurzelbachs oder Talbachs oder Limbachs vorbei an den Windrädern von Primstal. Nach kurzer Rast ging’s zur letzten Etappe. Dazwischen erfuhren die Wanderer vieles über Johannes Kühn und Nikolaus Warken (genannt Eckstein), an die ein Weg oder ein Gedenkstein erinnert. Die Busse warteten am Rastplatz bei Hasborn. Und in der Primshalle warteten Helfer, um die müden Wanderer schließlich mit Essen und Trinken zu versorgen.