| 20:33 Uhr

Sonderübung Feuerwehr
Übung: Motorradausflug endet in Tragödie

Konzentriert machten sich die Rettungskräfte an die Versorgung der vielen Verletzten.
Konzentriert machten sich die Rettungskräfte an die Versorgung der vielen Verletzten. FOTO: Paulus
Limbach. Schmelzer Rettungskräfte übten am Samstag den Ernstfall. Simuliert wurde die Kollision eines Motorrades mit einem Bus.

„Busunfall mit Motorrad – Massenanfall von Verletzten“, so lautete der Funkspruch der am Samstag gegen 13 Uhr die Löschbezirke Limbach, Dorf im Bohnental, Schmelz, Hüttersdorf, Primsweiler und Michelbach im Rahmen der diesjährigen Sonderübung erreichte. Die angenommene Situation: Ein Motorradfahrer fährt mit überhöhter Geschwindigkeit in einen Kreuzungsbereich ein. Dort kommt er wegen der erhöhten Geschwindigkeit auf die Gegenfahrbahn. Der entgegenkommende Linienbus leitet sofort eine Vollbremsung ein, kann einen Zusammenstoß aber nicht mehr vermeiden.


Der Motorradfahrer kommt vor der Kollision mit dem Linienbus zu Fall und wird von diesem überrollt. Durch die eingeleitete Vollbremsung des Linienbusses werden die Fahrgäste teilweise durch den Bus geschleudert. Kurze Zeit nach der Alarmierung erreicht der erste Löschbezirk den Unfallort, auch DRK und Rettungsdienst sind gleich vor Ort um die insgesamt 38 Verletzten zu versorgen. Neben der Rettung des verunglückten Motorradfahrers gilt es für die Feuerwehr den Linienbus, der am Berg zum Stehen gekommen ist, zu sichern.

Leicht verletzte Businsassen können direkt geborgen werden, ohnmächtige und stärker verletzte Personen können erst nach medizinischer Versorgung und mithilfe von Tragen aus dem Bus befreit werden. Nach kurzer Zeit ist auch die Notfallseelsorge vor Ort, um die Leichtverletzten und unverletzten Personen zu betreuen. Während der ersten Bergungen hat das DRK bereits zwei Zelte aufgebaut, in denen die Verletzten Businsassen erstversorgt werden können. Die Leitung des Einsatzes hat der Löschbezirk Limbach gemeinsam mit der Führungsgruppe der Schmelzer Wehr. Vom Einsatzleitwagen aus koordinieren sie den gesamten Einsatz. Nach 90 Minuten war der Einsatz beendet. Alle Verletzten konnten gerettet und versorgt werden, der Bus wurde gesichert und während des Einsatzes wurde der Brandschutz im Bereich der Unfallstelle sichergestellt.



„Von Seiten der Feuerwehr aus können wir sehr zufrieden sein mit dem Ablauf der Übung“, so Thorsten Müller, Wehrführer der Feuerwehr der Gemeinde Schmelz. „Bei solch einer Übung ist wieder einmal deutlich zu sehen, dass die Strukturen die wir über Jahre antrainiert haben greifen.“ Insgesamt wirkten 101 Rettungskräfte von DRK, Rettungsdienst, Feuerwehr und die Notfallseelsorge mit.