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Fußball-Landesliga: Überlebenskampf im Lokalderby

Fußball-Landesliga : Überlebenskampf im Lokalderby

Landesliga: Die FSG Schmelz-Limbach empfängt am Sonntag die SF Hüttersdorf.

Die einen wittern Morgenluft im Abstiegskampf, die anderen wollen einen noch tieferen Absturz verhindern: So ist die Ausgangslage vor dem brisanten Lokalderby der Landesliga West an diesem Sonntag, 15 Uhr, zwischen der FSG Schmelz-Limbach und den SF Hüttersdorf. Die FSG erwartet dazu rund 500 Besucher.

Das zum Jahreswechsel eigentlich schon abgeschlagene Schlusslicht aus Hüttersdorf hat in den drei Partien nach der Winterpause noch keine Niederlage und kein Gegentor hinnehmen müssen (ein Sieg, zwei remis). Damit haben sich die SF wieder an die Konkurrenz herangekämpft. Durch einen Sieg im Lokalduell in Limbach könnte Hüttersdorf auf den drittletzten Platz klettern.

Mit dem verbandsligaerfahrenen André Steger haben die SF in der Winterpause einen Hoffnungsträger geholt. Dem 32-jährigen Stürmer (91 Tore in den letzten sechs Jahren für die SG Perl-Besch) soll beim Unterfangen Ligaverbleib eine Schlüsselrolle zukommen. „Es tut uns unwahrscheinlich gut, dass wir noch zwei Stürmer verpflichten konnten“, sagt der SF-Vorsitzende Sebastian Schmitt. Neben Steger hat der Club noch Benjamin Jacobs (SG Saubach) geholt. Die beiden sollen die Offensive beleben. Nur 20 Treffer gelangen den SF bisher – das ist der mit Abstand schwächste Wert der Liga.

Während Jacobs schon ein Treffer gelang, muss Steger noch auf seine Torpremiere warten. Der Perler kam übrigens als Spieler und Co-Trainer nach Hüttersdorf. Zur neuen Saison wird er den Übungsleiter-Posten von Benjamin Kunz übernehmen, der dem Club als Spieler erhalten bleibt.

Den positiven Trend beim Gegner hat auch die FSG Schmelz-Limbach registriert. „Das Derby wird kein Selbstläufer“, weiß der Vorsitzende Achim Noss. Zumal es bei seinem Team 2019 alles andere als optimal läuft. „Die Lage ist schwierig“, gibt Noss zu. Durch drei klare Niederlagen rutschte das Team vom achten auf den elften Platz ab – liegt nur einen Punkt vor den Abstiegsrängen.

Hinzu kommt, dass gleich fünf Stammkräfte der FSG ihren Abschied zum Saison-Ende angekündigt haben: Kapitän Maurice Schwarz (zu Saarlandligist FV Schwalbach), Lukas Petry und Sebastian Andlefske (zu Verbandsligist SG Thalexweiler-Aschbach) sowie Felix Bernd und Lukas Petry (zu Landesligist SG Lebach-Landsweiler II). „Das tut natürlich weh, zumal es einheimische Spieler sind“, sagt Noss. Derzeit ist der Verein noch auf der Suche nach Neuverpflichtungen, um die Abgänge zu kompensieren. Ein Sieg im Derby – und damit ein wichtiger Schritt aus der Abstiegszone – würde die Verhandlungsbasis klar verbessern.