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Trommeln für Toleranz und Gerechtigkeit

Trommeln für Toleranz und Gerechtigkeit

Limbach. Afrikanische Trommelrhythmen, die durch die ehrwürdigen Gemäuer der Alten Kirche schallen, das ist in Limbach gar nichts so ungewöhnliches. Schon seit Jahren findet in der Gemeinde regelmäßig ein Afrika-Tag statt. An diesem Sonntag war es wieder so weit, und große und kleine Limbacher waren mit großer Begeisterung dabei

Limbach. Afrikanische Trommelrhythmen, die durch die ehrwürdigen Gemäuer der Alten Kirche schallen, das ist in Limbach gar nichts so ungewöhnliches. Schon seit Jahren findet in der Gemeinde regelmäßig ein Afrika-Tag statt. An diesem Sonntag war es wieder so weit, und große und kleine Limbacher waren mit großer Begeisterung dabei. Den Auftakt bildete ein Gottesdienst, den Pater Bruno Ateba aus Kamerun mit zelebrierte und bei dessen Gestaltung die Kinder des Limbacher Kindergartens Unterm Regenbogen aktiv mitwirkten. Nach einem Solidaritäts-Mittagessen, zu dem sich zahlreiche Limbacher Bürger einfanden, ging es für die Kinder spannend weiter, denn Dédé Mazietele erwartete sie schon mit seinen kunstvollen afrikanischen Trommeln zum gemeinsamen Musizieren. Wie schon bei seinen früheren Besuchen zog der sympathische Musiker mit seiner offenen und humorvollen Art die Kleinen und auch ihre Eltern sofort in seinen Bann. Dieses spielerisch-musikalische Element nutzt er seit Jahren, um saarländischen Kindern seine afrikanische Heimat näher zu bringen und für Toleranz, Menschlichkeit und Gerechtigkeit im Umgang der Kulturen zu werben. Organisiert wurde der Afrika-Tag auch in diesem Jahr vom "Eine-Welt-Kreis" Limbach in Zusammenarbeit mit dem Kindergarten Unterm Regenbogen. Aber auch viele Limbacher Bürger packten mit an und trugen zum Gelingen bei.

Der Erlös kommt dem weiteren Ausbau einer Schule in einem Armenviertel in Jaunde, der Hauptstadt von Kamerun, zugute. Dieses Projekt, das Pater Bruno leitet, begleiten die Limbacher von Anfang an. Nachdem inzwischen das Gebäude fertiggestellt ist, steht nun der Bau eines Brunnens an, um die über 700 Schulkinder mit frischem Wasser versorgen zu können.