"Treu sein und dran bleiben"

Schmelz. Zur Firmung von 57 jungen Leuten aus Schmelz und Hüttersdorf war Bischof Stephan Ackermann nach Schmelz-Außen St. Marien gekommen. Vor dem festlichen - von der Gruppe "Jugodi" musikalisch mit gestalteten - Firmgottesdienst in der vollen Kirche, traf sich Bischof Ackermann mit den Firmbewerbern zu einer Gesprächsrunde im Pfarrheim

Schmelz. Zur Firmung von 57 jungen Leuten aus Schmelz und Hüttersdorf war Bischof Stephan Ackermann nach Schmelz-Außen St. Marien gekommen. Vor dem festlichen - von der Gruppe "Jugodi" musikalisch mit gestalteten - Firmgottesdienst in der vollen Kirche, traf sich Bischof Ackermann mit den Firmbewerbern zu einer Gesprächsrunde im Pfarrheim. Mit dabei waren Pfarrer Thomas Damke und die Katecheten, die mit Kooperator Thomas Linnartz und Gemeindereferentin Conny Clodo die Firmvorbereitung gestaltet hatten.

Bischof Ackermann nutzte die Gelegenheit mit den jungen Leuten vor der Firmung ins Gespräch zu kommen und interessierte sich zunächst für die Gestaltung und Vorbereitung auf das Sakrament.

Hier berichtete Ricarda von dem Projekt einer der acht Gruppen. Die Jugendlichen hatten Kuchen gebacken und versuchten über die Verteilung des Kuchens in Saarbrücken mit Passanten ins Gespräch über den Glauben zu kommen. Die Erfahrung der jungen Leute: viele waren abweisend, hatten angeblich keine Zeit. "Manche waren aber ganz froh, mit uns ins Gespräch zu kommen", berichtete Ricarda auf des Bischofs Nachfrage. Frederick erzählte von der Bolivien-Kleidersammlung, bei der er sich zusammen mit anderen engagiert hatte. Allen gemeinsam war der Spaß, den sie an den gemeinsamen Aktionen hatten. Manuel brachte das auf den Punkt. Er fand es "ziemlich gut", dass die Firmvorbereitung die Möglichkeit geboten hatte, sich untereinander besser kennen zu lernen. Andere berichteten zu dem was am meisten beeindruckt hatte von der Auswertung von Tageszeitungen zum Thema "Gutes und Böses". Hier waren die jungen Leute "sehr erstaunt, dass auch soviel Gutes in der Zeitung steht."

Fragen vorbereitet

In einer zweiten Runde des 45-Minuten-Gesprächs folgten die Jugendlichen der Einladung von Kooperator Linnartz, die Gelegenheit zu nutzen und den Bischof auch mit Fragen "zu löchern". Gemeinsam hatten die Jugendlichen dazu Fragen vorbereitet. Ob er denn in seinem bisherigen Leben immer am Glauben festgehalten habe, wollte Isabelle vom Bischof wissen. "Das Entscheidende ist, in Kontakt zu Jesus zu sein und zu bleiben", meinte Bischof Ackermann, der sich für diese und andere Fragen bedankte. Der Glaube habe gute Gründe. Aber es gebe auch "Situationen von Dunkelheit", wo es nicht weiter geht und man sich nach dem Sinn fragt. Dann gelte es "treu zu sein und dran zu bleiben". "Wann haben Sie beschlossen, Bischof zu werden"?, wollte Alexander wissen.

Bischof Ackermann beantwortet die Frage lächelnd. Die Frage sei ja eher, ab wann er Priester werden wollte. Das sei kurz vor dem Abitur gewesen, da habe er beschlossen, ins Priesterseminar zu gehen. Als Jugendlicher habe er sich schon sehr in seiner Pfarrgemeinde engagiert und immer schon für das Neue Testament interessiert. So habe er beschlossen, "etwas zu machen, was das ganze Leben prägt." Bischof Ackermann lacht: "Und der Bischof kam erst später dazu." ab