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Starker Regen sorgt für Überflutungen

Starker Regen sorgt für Überflutungen

Der Pfingstmontag war so stark verregnet, dass insbesondere die Feuerwehr im Landkreis Saarlouis von frühmorgens bis am Nachmittag im Dauereinsatz war: Schwerpunkt der Einsätze war der Raum Lebach/Schmelz.

Ungefähr 60 Feuerwehreinsätze hat die Rettungsleitstelle für den Kreis Saarlouis ab Pfingstmontag, 5 Uhr, bis zum Nachmittag wegen anhaltend starken Regens koordiniert: Vollgelaufene Keller, überflutete Straßen und umgestürzte Bäume lauteten die Gründe der Einsätze.

Schwerpunkt im Kreis waren Lebach und Schmelz. "Wir hatten am Montag ab etwa 5 Uhr zirka 40 Einsätze", sagte gestern Hans Kartes, Wehrführer der Feuerwehr Lebach, auf SZ-Anfrage. Gegen 13 Uhr habe der Pegel der Theel über der kritischen Marke von drei Metern gestanden. Genau 3,09 Meter waren erreicht, die Theel trat über die Ufer, es gab einen Rückstau über die Kanäle, das Wasser überflutete Straßen, etwa am Heizkraftwerk. "Ab 14.30 Uhr etwa sank der Pegel wieder und alles in allem war es gut ausgegangen", sagte Kartes. Dennoch liefen Keller voll, und es gab Erdrutsche, zum Beispiel in Aschbach. Weiteren SZ-Informationen nach überflutete die Theel am Montag auch den Pavillon im asiatischen Garten in Lebach.

Thorsten Müller, stellvertretender Kreisbrandinspekteur, war hauptsächlich in Schmelz im Einsatz. Er berichtete: "Um 4.35 Uhr am Montag kam die Warnung, dass der Pegel der Prims über zwei Meter liegt." Bis 2,34 Meter stieg er. "Richtig kritisch wird es ab 2,80 Meter, wir sind also mit einem blauen Auge davongekommen." 15 Einsätze verbuchte Müller - hauptsächlich bis 15 Uhr, am Abend kamen noch umgestürzte Bäume dazu.

Überflutet war etwa die Ambetstraße in Schmelz. "Dort stand auch um ein Haus Oberflächenwasser, im Rewe-Markt in Limbach hatten wir einen Wassereinbruch", berichtete Müller.

Die Polizei meldete für Lebach und Schmelz sechs Straßen unter Wasser: die L 336 zwischen Schmelz und Primsweiler, die Hütten- und die Fichtenstraße in Schmelz, die Straße der Weißen Rose und die Marktstraße in Lebach sowie die Marienstraße in Reisbach, sagte Polizeioberkommissarin Martina Merziger.

Mit Humor hätten übrigens die Pfadfinder ihr überflutetes Landeszeltlager in Hüttersdorf aufgenommen: "Es war ihr letzter Tag, 500 bis 600 Kinder zogen in die Turnhalle um", sagte Feuerwehrmann Müller und ergänzte: "Die Pfadfinder sind wie Wehrleute hart im Nehmen."