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Spielertrainer im Gewissenskonflikt

Spielertrainer im Gewissenskonflikt

Schmelz. "Das ist am Sonntag eine blöde Situation für mich, da brauchen wir gar nicht drüber zu diskutieren", erklärt der Spielertrainer des Fußball-Landesligisten 1. FC Schmelz, Andreas Zimmer, vor dem Gastspiel seiner Mannschaft an diesem Sonntag, 15 Uhr, bei den SF Rehlingen

Schmelz. "Das ist am Sonntag eine blöde Situation für mich, da brauchen wir gar nicht drüber zu diskutieren", erklärt der Spielertrainer des Fußball-Landesligisten 1. FC Schmelz, Andreas Zimmer, vor dem Gastspiel seiner Mannschaft an diesem Sonntag, 15 Uhr, bei den SF Rehlingen. Rehlingen ist mit 14 Zählern Tabellenvorletzter und auf einem Abstiegsplatz, Schmelz steht mit fünf Punkten mehr nur zwei Plätze besser da als die Sportfreunde. Ein echtes Abstiegsduell also. Und ein Abstiegsduell, in dem Zimmer, der kommende Saison Trainer in Rehlingen wird, eigentlich nur verlieren kann. Gewinnt Rehlingen, rutscht er mit seinem 1. FC Schmelz ganz tief in den Abstiegssumpf. "Dann heißt es für uns zittern bis zum Schluss", weiß der Offensivspieler. Verliert Rehlingen, wird es immer wahrscheinlicher, dass Zimmer in der kommenden Saison Rehlingen in der Bezirksliga übernehmen muss. "Die Sportfreunde haben aber genügend andere Spiele, um den Ligaverbleib zu sichern. Da müssen sie nicht ausgerechnet gegen Schmelz punkten", findet Zimmer. Seine favorisierte Lösung im Abstiegskampf: "Rehlingen soll Limbach noch hinter sich lassen. Dann bleiben wir und sie in der Liga", erklärt der Schmelzer Trainer. "Bis 30. Juni stehe ich in Schmelz unter Vertrag - und deshalb will ich am Sonntag auf jeden Fall gewinnen. Da muss einfach jeder dafür Verständnis haben", sagt Zimmer. Mit einem Punkt aus den ersten drei Spielen des Jahres ist seine Elf nicht gut aus den Startlöchern gekommen. Zum Vergleich: Rehlingen holte nach der Winterpause schon vier Zähler. Am vergangenen Spieltag gab es beim ASC Dudweiler den ersten Auswärtssieg seit mehr als einem Jahr (1:0). Der scheidende SF-Trainer Wolfgang Werny fordert, dass seine Elf jetzt nachlegt: "Ich bin in meiner Trainerkarriere noch nie abgestiegen, und das soll auch so bleiben." Im Hinspiel sahen die Zuschauer ein tolles Spiel: Schmelz gewann mit 6:4. "Bis 30. Juni stehe ich in Schmelz unter Vertrag - und deshalb will ich am Sonntag auf jeden Fall gewinnen."Andreas Zimmer