Serie im Advent: Sie können es kaum noch erwarten

Serie im Advent : Sie können es kaum noch erwarten

Allerdings müssen Beruf und Weihnachten bei Familie Gloger aus Dorf im Bohnental unter einen Hut gebracht werden.

Familie Gloger aus Dorf im Bohnental hat bereits Anfang Dezember mit den Vorbereitungen für das Weihnachtsfest begonnen. Mutter Mirjam Gloger und Tochter Milena (8) können kaum erwarten, dass es endlich losgeht. So geht es vor allem Milena, die am ersten Weihnachtsfeiertag weiteren Grund zur Freude hat, denn dann hat sie Geburtstag.

Familie Gloger versucht ganz bestimmte Weihnachtstraditionen zu pflegen, auch wenn das durch den Schichtdienst im Krankenhaus, der bei Mirjam Gloger schon mal auf Weihnachten fallen kann, häufig zu Planungsproblemen führt: „Zur Weihnachtszeit hab ich Urlaubssperre, dafür bekomme ich meistens an Milenas Geburtstag frei“, strahlen Mutter und Tochter gemeinsam um die Wette. Zwar pflegen die Glogers ganz bestimmte Traditionen, wie den gemeinsamen Weihnachtsbaumkauf beim Händler des Vertrauens, wie Gloger sagt, dennoch müsse das Fest zeitlich immer wieder aufs Neue angepasst werden: „Das heißt dann schon einmal, dass wir den Baum schon am Vorabend schmücken müssen und nicht erst am Morgen des 24. Dezember – aber Hauptsache die ganze Familie kann mitmachen.“

Auch den Adventskranz haben Mutter und Tochter gemeinschaftlich gewickelt und geschmückt, sagt Milena. Beim Entzünden jeder der vier Kerzen sitzt die Familie dann zusammen und nimmt sich Zeit, ein paar Weihnachtslieder einzustimmen, bei denen dann Tochter Milena glänzen kann: „Ich singe sehr gerne, bin auch im Juniorchor, da singen wir an Weihnachten auch immer“, sagt Milena stolz. Auch Krippenspiele führt der Chor auf, Milena war zuletzt einer der Hirten, erinnert sie sich.

Auf den Heiligen Abend freut sie sich ganz besonders. Auch wenn sie das Christkind noch nie zu Gesicht bekommen hat, weiß sie ganz sicher, dass es existiert – wer sollte denn sonst die ganzen Geschenke unter den Baum legen: „Das kann nur das Christkind sein, meine Eltern, mein Bruder und ich warten ja alle unten, bis die Glocke läutet und gehen dann zusammen ins Wohnzimmer. Dann sind die Geschenke ja schon da.“

Auch der Nikolaus kommt jedes Jahr zu Besuch, der kommt aber manchmal abends und manchmal über Nacht, je nachdem wie er Zeit hat, weiß die Achtjährige: „Vom Christkind habe ich sogar schon Post bekommen, schreibe jedes Jahr einen Brief an das Christkind, das in Engelskirchen wohnt – letztes Jahr hat es sich für meinen Brief bedankt.“ Nicht zuletzt aus diesem Grund bekommt Milena meistens die Geschenke, die sie sich wünscht, wenn auch nicht immer alle, bedauert sie.

Nach der Bescherung geht die Familie meistens zur Oma, die ein Mehrgangmenü zaubert, das sie schon tagelang im Voraus plant, sagt Mirjam Gloger: „Dieses Jahr hat sie leider keine Zeit, deshalb werden wir wohl Raclette und Fondue zu Hause essen, das ist ja auch festlich.“ Auch die übrigen Feiertage verbringen die Glogers im Kreise ihrer Familie, besuchen Omas und Opas und die Geschwister.:

„Ich bin einfach dankbar für die Zeit, die wir zu Weihnachten miteinander verbringen können, für mich ist Weihnachten ganz klar ein Fest der Familie“, sagt Mutter Gloger. Jetzt allerdings wollen alle die Adventszeit genießen und noch gar nicht daran denken, dass Weihnachten bald schon wieder vorüber ist: „Wir freuen uns jetzt auf den Weihnachtsmarktbesuch in Trier und den lebendigen Adventskalender, an dem wir uns beteiligen.“