Schule ist seit hundert Jahren Ort der Bildung und Kultur

Schule ist seit hundert Jahren Ort der Bildung und Kultur

Die Schule in Michelbach wurde vor 100 Jahren gebaut. Am Tag der Deutschen Einheit soll dies mit einem Fest gefeiert werden. Eine Schule in Michelbach gab es laut Schulchronik seit etwa 160 Jahren. Sie befand sich in der heutigen Bergstraße.

Die Geschichte des Schulwesens in Michelbach wird Bestandteil des Festprogramms anlässlich des 100-jährigen Bestehens der Schule Michelbach sein am Donnerstag, 3. Oktober, 15 Uhr. Edith Glansdorp, Vorsitzende des Historischen Vereins, wird darüber referieren. Christel Betinski hat entsprechende Unterlagen zur Verfügung gestellt.

Ende des 17. Jahrhunderts wurde in der Region erstmals die allgemeine Schulpflicht eingeführt, wenn auch nur in den Wintermonaten. Finanzieller Träger der Schule war damals die Pfarrgemeinde, steht in der Chronik nachzulesen. Unterrichtsfächer waren neben Lesen, Schreiben und Rechnen auch das Singen.

Der Schullehrer besorgte neben seinem Schuldienst den Küster- und Chordienst in der Kirche und stand als Pfarrschreiber dem Pfarrer zur Seite.

Diese Bestimmungen wurden auch in der Pfarrei Nunkirchen, zur der die Filialkirche Michelbach bis heute gehört, umgesetzt. Eine Schule in Michelbach gab es laut Schulchronik seit circa 160 Jahren. Diese Chronik ist allerdings seit etwa 20 Jahren verschollen.

Eigenes Schulhaus im Jahr 1845

Im Jahr 1845 bezogen die Kinder von Michelbach ein eigenes Schulhaus, das sich in der Nähe der Kapelle (Kirche) in der heutigen Bergstraße befand. Vorher besuchten sie die Volksschule in Nunkirchen.

Wegen des sehr schlechten Zustands des Schulgebäudes entschloss sich der Gemeinderat 1903 zum Bau eines zweiklassigen Schulhauses. Am 20. Mai 1910 wurde der Unterricht in der neuen Schule nach der Einsegnung durch Pastor Fuchs aufgenommen. Es wurde in zwei Klassen unterrichtet, in der Grundstufe das 1. bis 4. und in der Oberstufe das 5. bis 8. Schuljahr zusammen.

Ab dem Jahr 1913 kam Fräulein Katharina Lück als junge Lehrerin, die bis zu ihrer Pensionierung in Michelbach gearbeitet hat. Sie hat ganze Generationen geprägt.

Etwa 1960 wurde ein Anbau an das alte Schulgebäude erstellt. 1992 wurde das Gerätehaus für die Freiwillige Feuerwehr Michelbach angebaut. Die Grundschule Michelbach wurde im Zuge der Schulreform 2005 geschlossen.

Zwei Jahre beherbergte der alte Teil ein Lernstudio, während der neuere Teil von der Freiwilligen Feuerwehr Michelbach genutzt wird. Die Räume im ersten Obergeschoss werden von der Freiwillige Feuerwehr, dem DRK, der KFD und den Pfandfindern genutzt.

Der Katholische Jugendclub nutzt bereits seit über 45 Jahren die Kellerräume. Am 1. Mai 2010 wurden die als Dorftreff neu gestalteten Dorfgemeinschaftsräume im alten Teil der Schule eingeweiht. Inzwischen werden diese Räume von einer Kindergruppe der KEB Schmelz und der Frauengymnastikgruppe Michelbach genutzt. Außerdem veranstalten verschiedene Vereinen und Gruppierungen in den Räumen des alten Schulgebäudes und im Außenbereich Feste.

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