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Schmelzer Rat beschließt Resolution zu Grubenwasser

Schmelz. Der Gemeinderat Schmelz hat mit überragender Mehrheit eine Resolution zur Grubenwasserhaltung gebilligt. Eingebracht wurde der Vorschlag von der CDU-Fraktion. Die Grünen übten indes Kritik am Wortlaut des Papiers. Carolin Merkel

"Absoluter Vorrang für Mensch und Natur bei Grubenwasserhaltung" lautet die Überschrift zur Resolution, die der Gemeinderat Schmelz am späten Donnerstagabend nach einer mehr als vier Stunden dauernden Gemeinderatssitzung einstimmig bei zwei Enthaltungen beschloss. Vorgelegt wurde das Papier , in dem der Gemeinderat unter anderem größtmögliche Transparenz von RAG und Behörden fordert, von der CDU-Fraktion.

"Das Grubenwasser und seine Folgen beschäftigt derzeit sehr viele Menschen und die Thematik trifft auch alle, die nicht direkt betroffen sind", betonte Fraktionsvorsitzender Nicolas Lorenz. Er forderte mit seinem Antrag zum einen Bürgermeister Armin Emanuel auf, Information über die aktuelle Situation zu geben, bat den Rat um eine Beratung und Beschlussfassung der Resolution. Die wurde von der SPD und deren Sprecher Harald Komes gerne erteilt, "ist sie im Wortlaut fast identisch mit der Resolution des Saarbrücker Stadtrates", sagte er.

Für Margareta Reiter, Die Grünen, ging der Wortlaut in der vorgelegten Resolution allerdings nicht weit genug. "Es gibt keinen Menschen, der ein Gutachten erstellen kann, wie sich das Grubenwasser verhält. Und Wasser, das erst einmal eingelaufen ist, kann man nicht mehr stoppen", gab sie zu bedenken.

Auf den von ihr geforderten Passus "einen sofortigen Stopp vor dem Hintergrund, dass die derzeitige Flutung aufgrund des Sonderbetriebsplans rechtwidrig ist", konnte sich der Gemeinderat nicht verständigen, dem Zusatz "eine rechtswidrige Flutung sofort zu stoppen", wurde mit großer Mehrheit zugestimmt.