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Tag des Baumes
Wasser gab’s für den Baum gleich reichlich

 Am Tag des Baumes und zu Beginn der Frühlingstour pflanzten am Sonntag Mitglieder des Saarwaldvereins Schmelz, Mitarbeiter der Gemeinde und Bürger eine Flatter-Ulme. Der Baum mag feuchte Standorte – und müsste sich am Sonntag somit richtig wohlgefühlt haben.
Am Tag des Baumes und zu Beginn der Frühlingstour pflanzten am Sonntag Mitglieder des Saarwaldvereins Schmelz, Mitarbeiter der Gemeinde und Bürger eine Flatter-Ulme. Der Baum mag feuchte Standorte – und müsste sich am Sonntag somit richtig wohlgefühlt haben. FOTO: Johannes A. Bodwing
Schmelz. Saarwaldverein Schmelz und Bürger pflanzten am Sonntagmorgen eine Flatter-Ulme, den Baum des Jahres 2019.

Es war wahrlich ein Wetter, um Bäume zu pflanzen, an diesem verregneten Sonntag. Und passend zum „Tag des Baumes“ wurde in Schmelz-Außen eine neue Flatter-Ulme nahe den Spielplätzen am Ende der Heinrich-Böll-Straße gepflanzt. Diese Ulmenart ist der „Baum des Jahres 2019“. Die symbolische Pflanzung am frühen Morgen war Teil einer Frühlingstour, zu der Gemeinde und Saarwaldverein Schmelz eingeladen hatten. Um die 100 Personen trafen sich zum Start am Bistro der Kettelerschule.


Die Aktion „Tag des Baumes“ wurde im Jahr 1951 von den Vereinten Nationen ins Leben gerufen, sagte Eric Glansdorp, Vorsitzender des örtlichen Saarwaldvereins. 1976 gründete sich der Ortsverband Schmelz, zwei Jahre später erfolgte die erste Pflanzung im Rahmen des „Tag des Baumes“.

Diesmal war es bereits die 41. derartige Aktion, die seit Jahren in Zusammenarbeit mit der Gemeinde stattfindet. „Es geht weniger um den Baum selbst“, sagte Glansdorp, „als vielmehr um das gemeinsame Handeln.“ Das ziele auf den Erhalt der gesellschaftlichen Werte und der Lebensbedingungen. „Nicht alles Billige ist wirklich billig“, machte er deutlich und wies etwa auf den beliebten Coffee-to-go hin. Letztlich zahle hier die Allgemeinheit die Müllentsorgung.



Etwa 150 Meter von der Kettelerschule entfernt stand bereits die frisch gepflanzte Flatter-Ulme. Den Baum des Jahres 2019 stellte der Naturschutzbeauftragte, Arnold Truar, vor. Der Baum bevorzuge feuchte Standorte, wie beispielsweise Fluss-Auen. Er könne bis zu 35 Meter hoch wachsen. Leicht zu erkennen ist die Flatter-Ulme an ihren asymmetrischen Blättern. Das Hauptvorkommen liegt im östlichen Europa. Ihren Namen hat sie aufgrund der buschigen im Wind flatternden Blüten. Außerdem ist sie weniger anfällig für einen durch den Ulmensplintkäfer verbreiteten Schlauchpilz, der inzwischen die meisten europäischen Ulmen schädigt.

Bürgermeister Armin Emanuel wies auf die benachbarten Spielplätze hin. Neu sei der Kleinkinder-Spielplatz mit altersgerechten Spielgeräten. Im Anschluss gingen die wetterfesten Teilnehmer auf eine 6,5 Kilometer lange Tour durch Schmelz-Außen und Umgebung. Unter anderem an drei Hügelgräbern vorbei, erklärte Emanuel. Und an der alten Wassergewinnungsanlage, die Außen bis in die 30er-Jahre hinein versorgt hatte. Am Ende erwartete der Förderverein der Kettelerschule die Wanderer zur Abschlussrast im Bistro.

(az)