Reinen Wein einschenken

Im Schmelzer Gemeinderat hat Bürgermeister Armin Emanuel den Haushaltsentwurf vorgestellt. Das Defizit aus der laufenden Verwaltungstätigkeit beträgt 1,38 Millionen Euro. Dazu muss ein Jahresdefizit von 2,87 Millionen Euro eingeplant werden.

Die Gemeinde will 2016 1,7 Millionen Euro investieren. Dafür sind 914 000 Euro an Krediten notwendig, 1,2 Millionen werden für die Tilgung verwandt und 360 000 Euro für den Schuldenabbau.

Insgesamt hat die Kommune eine Million Euro eingespart. 500 000 bei Personal- und Energiekosten sowie bei öffentlichen Gebäuden. Eine halbe Million konnte durch Mehreinnahmen generiert werden. Die Gemeinde, sagt Emanuel, müsse versuchen, weitere Einnahmen zu erzielen. Dabei hofft er auf Einnahmen durch die Windkraft, auf Fotovoltaik, die Umstellung der Straßenleuchten auf LED und Sanierung der Gebäude, um Nebenkosten einzusparen. Zu den größten Ausgaben gehören Personalkosten, Kreisumlage, Unterhaltung, das Heidebad sowie die Zinsen.

Zum Investitionsprogramm erläuterte Emanuel, dass es eine Flurbereinigung bei Vogelsbüsch und in Dorf im Bohnental geben werde. Die Gresaubacher Straße soll 2016 endgültig fertiggestellt werden, und die Löschwasserversorgung sowie ein neues Feuerwehrauto. Wolfram Lang (SPD) wies in seiner Rede auf die gute Infrastruktur der Gemeinde hin. Man käme um Abgabenerhöhungen nicht herum "Man muss den Bürgern reinen Wein einschenken." Von Seiten der CDU-Fraktion plädierte Nicolas Lorenz für ein Entschuldungsprogramm durch den Bund, Erhöhung der Grundsteuern sollte sich nach dem Wert des Grundstücks richten, nicht nach der Größe. Für die Freie Wählergemeinschaft erklärte Christian Joseph, dass die Balance zwischen Sparen und Investieren gelungen sei. So wurde der Haushalt einstimmig beschlossen.