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Primsbrücke soll saniert werden

Primsbrücke soll saniert werden

Primsweiler. "Die Kuh ist vom Eis, zumindest vorläufig". Mit diesen Worten kommentierte ein Primsweiler Bürger das Ergebnis der gemeinsamen Sitzung der Ortsräte von Hüttersdorf und Primsweiler und des Schmelzer Gemeinderates. Zu Gast war eine Delegation des Landesamtes für Straßenbau, an der Spitze Gunter Kreutz, Geschäftsbereichsleiter Brückenbau

Primsweiler. "Die Kuh ist vom Eis, zumindest vorläufig". Mit diesen Worten kommentierte ein Primsweiler Bürger das Ergebnis der gemeinsamen Sitzung der Ortsräte von Hüttersdorf und Primsweiler und des Schmelzer Gemeinderates. Zu Gast war eine Delegation des Landesamtes für Straßenbau, an der Spitze Gunter Kreutz, Geschäftsbereichsleiter Brückenbau.

Alte Brücke wird saniert

"Eine neue Brücke wird nicht gebaut, die alte wird saniert, mithin sind die Bedenken der Hüttersdorfer und Primsweiler Bürger hinsichtlich der Vollsperrung und der damit verbundenen Probleme obsolet". Gunter Kreutz verkündete dies zur großen Zufriedenheit im Hotel-Restaurant Frischbiers in Primsweiler, zu der sich eine große Zahl Interessierter einfand. Allerdings, so schränkte Kreutz ein, "das letzte Wort in dieser Angelegenheit hat das Ministerium für Umwelt und Verkehr".

Zur Geschichte: Die Spannbetonbrücke über die Prims wurde 1953 erbaut und nähert sich allmählich ihrem Verfallsdatum. 70 Jahre Nutzungszeit geben die Experten einem Bauwerk wie der Primsbrücke. Demnach muss spätestens bis zum Jahr 2023 eine neue Brücke gebaut werden. Nun ist die Brücke jedoch stark renovierungsbedürftig und im Landesamt überlegte man sich, anstatt zu flicken gleich eine neue Brücke zu bauen.

Hierzu sollte die direkte Verbindung nach Hüttersdorf und Schmelz während der Bauzeit bis auf einen Fußgängerüberweg gesperrt werden. Dies rief schon vor einem Jahr einen Aufschrei der Kommunalpolitiker und der Bürger hervor. Bürgermeister Armin Emanuel erneuerte auf der Versammlung die Gründe und die Kritik. Die Menschen aus Primsweiler seien abgeschnitten, könnten nur auf kilometerlangen Umwegen über Lebach nach Schmelz und Hüttersdorf gelangen, die Gewerbetreibenden seien in ihrer Existenz beeinträchtigt, der Personennahverkehr würde gefährdet und auch Noteinsätze von Feuerwehr und anderer Notdienste seien durch die geplante Vollsperrung nicht mehr gewährleistet. Um ihren Widerstand zu zementieren, verabschiedeten die Ortsräte und der Gemeinderat eine Resolution, in der sie sich "entschieden" gegen die Vollsperrung aussprechen.

Alternativen kosten mehr

Die Gemeinde Schmelz hat im Vorfeld auch Alternativen erdacht. So könne durch einen Brückenneubau an einer anderen Stelle die bestehende Überführung so lange genutzt werden, bis die neue Konstruktion fertig ist. Auch eine Behelfsbrücke wurde vorgeschlagen. Diese Ideen führten jedoch zu Mehrkosten bei der Gesamtinvestition von rund 1,2 Millionen Euro von 400 000 bis 500 000 Euro, erläutern die Vertreter des Landesamtes.

Nun haben die Primsweiler (bis zur Entscheidung des Ministeriums) erst einmal Ruhe. Bürgermeister Emanuel wies darauf hin, wenn ein Neubau zwingend anstehe, dasselbe Problem wieder auf der Agenda stehe. "Die betroffenen Bürger werden auch in Zukunft in ihrem Widerstand nicht nachlassen".