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Pferd Maximus gehört zum Team

Pferd Maximus gehört zum Team

Schmelz/Reimsbach. Dass auch Pferde einmal krank sind, haben Schüler der Ruth-Schaumann-Schule erlebt. Normalerweise steht jeden Montag heilpädagogisches Reiten auf dem Kansashof in Reimsbach von Jupp Kelkel auf dem Programm, aber Maximus, das Pferd, das die Kinder reiten, hatte Bronchitis. Nun aber wartet der achtjährige Wallach wieder auf die Kinder, auf Julian und Markus

Schmelz/Reimsbach. Dass auch Pferde einmal krank sind, haben Schüler der Ruth-Schaumann-Schule erlebt. Normalerweise steht jeden Montag heilpädagogisches Reiten auf dem Kansashof in Reimsbach von Jupp Kelkel auf dem Programm, aber Maximus, das Pferd, das die Kinder reiten, hatte Bronchitis. Nun aber wartet der achtjährige Wallach wieder auf die Kinder, auf Julian und Markus.

Bevor es zum Reiten geht, wird Maximus begrüßt und gestreichelt. Markus macht die Hufe sauber, Julian hält das Bein. "Am Anfang wollten die Kinder nur reiten, reiten, reiten, aber es gehört auch dazu, den Stall auszumisten, das Pferd zu füttern und zu bürsten, die Hufe zu säubern. Dann erst wird der Sattel geholt und los geht's", erklärt die Reitlehrerin Diplom-Reitpädagogin Melanie Schweizer-Willimzik.

Nach ein paar Wochen haben die Kinder gelernt, wie man mit dem Pferd umgeht. Und nicht nur das: Neben der sozialen Kompetenz lernen sie Koordination, Motorik, die eigene Körperwahrnehmung wird angeregt. Als Markus später vom Pferd steigt, bewegt er sich seltsam. "Weil ich breitbeinig auf dem Sattel sitze und ein paar Minuten brauche, bis ich die Beine wieder zusammen machen kann", erklärt er.

Die zwei Jungs, die eine auditive Verarbeitungsstörung haben, machen das aber ganz toll mit der Vorbereitung des Pferdes. Markus und Julian, beide zehn Jahre alt, haben keine Angst, im Gegenteil, sie sind vertraut mit dem eigens dafür ausgebildeten Maximus, wissen genau, was sie tun und nicht tun dürfen. Schweizer-Willimzik: "Das Pferd zeigt, was ihm gefällt und was nicht. Die Körpersprache muss man kennen und zuerst lernen." Dass an diesem Nachmittag die letzte Stunde ist, bedauern die Kinder sehr. Aber trotz der Vielzahl an Schülern wollen alle an die Reihe kommen. Unterstützt wird das Projekt vom Förderverein. Vorsitzende Rita Schweitzer: "Weil wir merken, was die Kinder alles lernen, wie sie auf das Pferd reagieren und es ihnen einfach gut tut, wollen wir die AG unbedingt beibehalten."