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Personennahverkehr und Friedhof im Fokus

Personennahverkehr und Friedhof im Fokus

Wenn jemand sich mit Problemen behinderter Menschen auskennt, dann ist es Manfred Leinenbach. Der Behindertenbeauftragte der Gemeinde Schmelz tritt für ihre Belange ein und versucht, Verständnis für ihre Bedürfnisse zu schaffen.

Manfred Leinenbach arbeitet als Behindertenbeauftragter der Gemeinde Schmelz. Er vertritt die Interessen von behinderten Bürgern in der Gemeinde seit Herbst 2012.

Er erinnert sich: Die Gemeinde Schmelz hat einen Behindertenbeauftragten gesucht. "Da sich niemand gemeldet hat, entschloss ich mich, mich zu bewerben, erzählt der 59-Jährige. Denn Leinenbach wohnt nicht nur in Schmelzer Ortsteil Limbach, sondern ist als Referent für Behindertenpolitik bei der Arbeitskammer in Saarbrücken tätig. Und das schon seit fast 30 Jahren. Außerdem ist er stellvertretender Vorsitzender des Landesbehindertenbeirates. Er weiß also, um was es geht, wenn Stichworte wie Barrierefreiheit oder Schwerbehindertenausweis fallen.

Die ehrenamtliche Tätigkeit übt er gerne für die Gemeinde Schmelz aus. Leinenbach erzählt: "Wir haben ein hervorragendes Verhältnis." Zu Beginn seiner Tätigkeit habe er in einer Sprechstunde seine Dienste angeboten, "aber heute geht das alles telefonisch oder auch per E-Mail, falls vorhanden."

Zumal Leinenbach während der Woche tagsüber in Saarbrücken arbeitet. Und sogenannte Hausbesuche kann er nicht machen, da er selbst nicht mobil ist. "Außerdem erachte ich das auch nicht für nötig. Wenn jemand ein Anliegen hat, meldet er sich telefonisch. Und in der Regel lassen sich die Fragen auch so klären." Seine jahrzehntelange Erfahrung hilft ihm dabei. Er kennt die Leute in der Gemeinde, er kennt die Örtlichkeiten, wenn es beispielsweise um Bauangelegenheiten der Gemeinde Schmelz geht. Der Behindertenbeauftragte hat das Recht, an Gemeinderats-, Ortsrats- und Ausschusssitzungen als Sachverständiger für die Belange behinderter Menschen beratend teilzunehmen.

Seine Anliegen, die ihm wichtig sind, sieht er vor allem im öffentlichen Personennahverkehr und auch beim Thema Friedhof. "Die Menschen werden immer älter und der Friedhof ist für viele eine Begegnungsstätte geworden. Ich sehe den Friedhof als öffentliche Parkanlage. Es kann nicht sein, dass jemand, der gehbehindert ist, nicht zu einem Angehörigen ans Grab kommt", schildert Leinenbach das Problem.

Kontakt: Manfred Leinenbach, Am Bunzelberg 4, 66839 Schmelz, unter der Telefonnummer (0 68 87) 8 94 81 22 oder dienstlich, unter der Telefonnummer (06 81) 4 00 53 23 oder manfred.leinenbach@kabelmail.de.