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Neues Naturgrabfeld in Hüttersdorf

Neues Naturgrabfeld in Hüttersdorf

Die Gemeinde Schmelz bietet ab 1. Mai Naturbestattungen an. Auf dem Friedhof in Hüttersdorf haben alle Einwohner der Gemeinde die Möglichkeit, sich in einem neu angelegten Naturgrabfeld bestatten zu lassen.

Auf Vorschlag der Gemeindeverwaltung beschloss der zuständige Ausschuss schon im Dezember 2013, ein Naturgrabfeld auf dem Friedhof im Ortsteil Hüttersdorf anlegen zu lassen. Die Planungen begannen. Die Schaffung eines Denkmales wurde nach Ausschreibung an die Firma Glas Petry aus Schmelz vergeben, ebenso der Auftrag für die Erstellung einer Kerzenhalterung und zweier Gesteckhalterungen. Das Naturgrabfeld in Hüttersdorf bietet Platz für insgesamt 150 Urnen. Vom Gasthaus "Wassermann" kommend befindet sich das Urnengrabfeld auf der linken Seite hinter dem Eingang.

In der Mitte des Platzes steht nun das Denkmal. Dessen Stehlen wurden aus "rostigem" Cortenstahl gefertigt und sollen die Vergänglichkeit des Lebens darstellen. Durch den Rost soll die Veränderung des Lebens zum Tod zum Ausdruck gebracht werden. Die Stehlen sind symbolisch drei Flammen nachempfunden.

Namen auf Glas

Das Glaselement in der Mitte wurde aus Klarglas hergestellt. Die Hände und Strahlen wurden gesandstrahlt und die gläsernen Namenstafeln mit Aluminiumrahmen eingefasst. Rund um das Denkmal dürfen Kerzen, Blumen und Gestecke aufgestellt werden.

Auf den Namenstafeln wird der Namen, das Geburts- sowie das Sterbedatum der Verstorbenen eingraviert. Die Täfelchen sind so beschaffen, dass sie nach Ablauf der Ruhezeit problemlos entfernt und jederzeit neue hinzugefügt werden können.

Ruhezeit reicht über 20 Jahre

Die Ruhezeit für die Urnen beträgt 20 Jahre. Es kann pro Bestattungsplatz nur eine Urne beigesetzt werden. Die einzelnen Urnengrabstellen erhalten keine von außen sichtbare Kennzeichnung.

Das Grabfeld wird als "Naturgrabfeld" bezeichnet, weil die Pflege der Grabflächen im Rahmen der allgemeinen Friedhofspflege erfolgt. Die Grabflächen, die mit Rasen angesät sind, werden vier bis sechs Mal im Jahr gemäht. Das Grabfeld selbst bleibt damit weitgehend naturbelassen.

Die Wahl des Friedhofes fiel auf Hüttersdorf, da dort der benötigte Platz sowie alle weiteren Voraussetzungen gegeben waren, heißt es.