Neue Heimat für die Heimatkundler

Neue Heimat für die Heimatkundler

Schmelz. Platz für alte Dokumente, alte Pläne zur Bettinger Schmelze, Urkunden, Schriftstücke und Fundstücke - all diese Unterlagen des historischen Vereins Schmelz haben in der Bettinger Mühle nun eine neue Bleibe gefunden. In dem ehemaligen Büro des Müllers, das später als Büro für den Berufsförderverein diente, wurde nun die Heimatstube offiziell eingeweiht

Schmelz. Platz für alte Dokumente, alte Pläne zur Bettinger Schmelze, Urkunden, Schriftstücke und Fundstücke - all diese Unterlagen des historischen Vereins Schmelz haben in der Bettinger Mühle nun eine neue Bleibe gefunden. In dem ehemaligen Büro des Müllers, das später als Büro für den Berufsförderverein diente, wurde nun die Heimatstube offiziell eingeweiht.Neueste Forschungen von Elmar Schmitt, dem Ehrenvorsitzenden des Mühlenvereins und stellvertretendem Vorsitzenden des Historischen Vereins, haben einen Zusammenhang zwischen der Eisenschmelze Bettingen und der Mühle ergeben. Diese erläuterte Historiker Johannes Schmitt bei der Eröffnung. Die Heimatstube war in den 90er Jahren im "Café Heidi" untergebracht. Lokalhistorische Dinge waren dort ausgestellt. Nach dem Besitzerwechsel wurde die Heimatstube ins Vereinshaus Hüttersdorf verlegt.

In seinen Ausführungen berichtete Johannes Schmitt vom Müller Vogelfänger, einem Waffenschmied aus Saarlouis, der sich in der Bettinger Mühle als Müller niederließ. Er versorgte die Arbeiter der Bettinger Schmelze mit Brot. Die Arbeiter waren in dem ehemaligen Zollgebäude, heute Haus Marktstraße 24, untergebracht. Diese Zollstation mit Wirtschaft aus dem Dreißigjährigen Krieg will die Gemeinde restaurieren lassen. Die Bettinger Schmelze bestand 150 Jahre und stand in der jetzigen Blumenstraße 50. Sie belieferte die Dillinger Hütte mit geschmolzenem Eisen.

In der Stube findet der Betrachter auch Zeichnungen und Bilder, wie zum Beispiel ein Kohlemeiler aufgebaut ist. Lebacher Eier, die zur Erzgewinnung dienten, sind in einer Vitrine untergebracht. Die Bettinger Mühle, so Karl-Heinz Staudt vom Mühlenverein, werde von vielen Gästen und Schulklassen besucht. Diese Heimatstube vervollständige den historischen Rahmen. Zu der Feierstunde war neben Bürgermeister Armin Emanuel auch Irmhild Schmitt-Steinrücke gekommen, eine Nachfahrin des Gründers der Bettinger Schmelze.

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