| 19:09 Uhr

Markt der alten Dinge lockt erstmalig

Liebhaber alter Dinge wurden gestern in Schmelz fündig. Foto: Carolin Merkel
Liebhaber alter Dinge wurden gestern in Schmelz fündig. Foto: Carolin Merkel FOTO: Carolin Merkel
Schmelz. Den diesjährigen Schmelzer Schmackes bereicherte gestern als Premiere ein Flohmarkt auf dem Mitry-Mory-Platz. Doch fehlte der Zulauf. Carolin Merkel

Es gibt Premieren, die schlagen gleich ein und locken die Besuchermassen geradezu an. Ganz so war es gestern beim ersten Antikflohmarkt auf dem Mitry-Mory-Platz im Rahmen des Schmelzer Schmackes leider nicht. "Das Wetter passt, der Platz ist gut, doch es fehlt einfach noch das Publikum", sagte Marlene Stemper aus Mettlach. Sie ist auf zahlreichen Floh- und Antikmärkten im Saarland zu Gast, zeigte sich enttäuscht über den geringen Zuspruch, der bis zum Nachmittag das Hauptgesprächsthema unter den Händlern war.


An ihrem liebevoll aufgebauten Stand schaute sich gestern unter anderem Hans Rosette aus Weiskirchen um. Er erzählte, dass er im Sommer öfters in Schmelz sei, gestern, betonte er, war er gezielt zum Markttreiben gekommen. "Mich zieht ein Flohmarkt immer an, und eigentlich gehe ich nie nach Hause, ohne etwas gekauft zu haben", berichtete er. Er ist auch überzeugt davon, "dass, wenn sich dieser Markt erst einmal rumgesprochen hat, auch viel mehr Leute nach Schmelz kommen". An der ausgewählten Ware konnte es nicht liegen. Weder Neuware, noch Ramsch oder gar "Ein-Euro-Schnäppchen" begegneten den Kunden. So gab es bei Armin und Gisela Biener aus Neunkirchen/Nahe neben hochwertigem Porzellan auch zahlreiche antike Figuren zu bewundern. Doch die Bewunderung, sagte Armin Biener, sei eben nicht alles, ein bisschen müsste er schon verkaufen, um die Standgebühr einzunehmen. "Ich glaube, das ist gar nicht so günstig mit dem Fest. Die Leute verirren sich dann nicht auf den Platz hier", mutmaßte seine Frau. Beide hatten Hoffnung, dass am Nachmittag der Andrang doch noch einsetzen würde.

Die äußerte auch Rolf Hoffmann aus Schmelz. Er war mit seiner Familie zum Antikmarkt gekommen und freute sich, dass es so viele schöne Sachen gab. "Es ist der erste Versuch heute, die Sonne ist ziemlich heiß, vielleicht kommen am Nachmittag noch die Leute", sagte er. Birgit Englert aus St. Wendel erzählte: Früher sei sie sehr viel, inzwischen deutlich seltener auf den Flohmärkten zu Gast. "Ich habe selbst eine große Liebe zu all diesen alten Dingen und erfreue mich daran", sagte sie. Doch mittlerweile, berichtete sie, sei das Internet eine harte Konkurrenz, immer weniger Menschen kämen zu den Märkten. "Dazu kommt heute noch das Fest, das ich eher als Konkurrenz sehe und die Lage des Platzes, der doch sehr abseits ist". Ohne ihren großen, blauen Pavillon wäre es auf dem Platz nicht auszuhalten.



Der große, grüne Schirm, der hinderte auch Susanne Bach aus Dudweiler daran, schon am Mittag aufzugeben. "Das Angebot, das unsere Mistreiter haben, ist klasse, doch leider ist von dem Andrang, der uns versprochen wurde, bisher noch gar nichts zu sehen", sagte sie enttäuscht.