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Limbacher Vereine fordern Hallen-Sanierung

Die Limbacher Turnhalle steht seit zwei Jahren leer. Foto: SZ
Die Limbacher Turnhalle steht seit zwei Jahren leer. Foto: SZ FOTO: SZ
Limbach. Wegen baulicher Mängel steht die Limbacher Schulturnhalle seit rund zwei Jahren leer. Jetzt macht die Interessengemeinschaft Druck auf die Gemeindeverwaltung. Sie hat ein Vereinsbegehren übergeben. Astrid Dörr

Seit rund zwei Jahren ist die Schulturnhalle in Limbach wegen baulicher Mängel geschlossen. Weil dies mittlerweile drastische Auswirkungen für die Sportvereine und die Grundschule Limbach hat, hat sich eine Interessengemeinschaft Schulturnhalle Limbach gegründet. Die Interessengemeinschaft, aus Sportvereinen, Kindergarten- und Schulvereinen sowie Limbacher und Dorfer Bürgern, setzt sich für den Erhalt der Schulturnhalle ein. Die Limbacher Sportvereine haben ein Vereinsbegehren zur Sanierung und zum Erhalt der Schulturnhalle beschlossen. Darin fordern sie von der Gemeinde, Schritte zu ergreifen, die ein weiteres Ausweiten der Mängel verhindern, eine fundierte Kostenschätzung anhand von Angeboten vornehmen zu lassen und sich um mögliche Zuschüsse und Förderungen zu bemühen.

Das Vereinsbegehren wurde der Gemeindeverwaltung, den Gemeinderatsmitgliedern und den Fraktionsvorsitzenden, den Ortsvorstehern von Limbach und Dorf und den Fraktionen des Limbacher und des Dorfer Ortsrates übergeben. Es wird bisher von acht Sportvereinen und -gruppen unterstützt. Diese vertreten mehr als 800 Mitglieder, darunter alleine mehr als 250 Kinder und Jugendliche.

Die Auswirkungen stellen sie wie folgt dar: Trainingszeiten wurden gekürzt oder fallen aus, Heimwettkämpfe müssten mit zusätzlichem Aufwand und Extrakosten an andere Orte verlegt werden (vom TTC Limbach ) und der Sportunterricht in der Grundschule müsse häufig gestrichen werden. Die Talbachhalle sei als Mehrzweckhalle kein vollwertiger Ersatz und reiche nicht für den Bedarf der Sportvereine aus.

Auf Nachfrage teilte Josef Jäckel, Vorsitzender der FSG Schmelz-Limbach und zweiter Vorsitzender beim FV Limbach-Dorf, mit "dass die Auswirkungen auf den kompletten Spielbetrieb, vor allem im Winter, erheblich sind. Eine Alternative gibt es nicht, da die Talbachhalle keine Sporthalle ist."

Auch Limbachs Ortsvorsteher Bernhard Zimmer weiß, dass die Situation für die Vereine ganz große Auswirkungen habe. "Man kann nicht einfach zusperren und gut ist", geht seine Kritik in Richtung des Schmelzer Bürgermeisters Armin Emanuel .

Vor der nächsten Gemeinderatssitzung am Donnerstag, 26. März, lädt die Interessengemeinschaft zu einer Demonstration vor dem Rathaus ein. Die Demo findet ab 16 Uhr statt und dauert bis zum Beginn der Sitzung gegen 18 Uhr.



Meinung:
Handeln, bevor es zu spät ist

Von SZ-RedakteurinAstrid Dörr

Nicht auszudenken, was passiert, wenn die Schulturnhalle geschlossen bleibt. Das intakte Vereinsleben wird in Limbach auf eine harte Probe gestellt. Noch haben sich die Vereine arrangiert und die Zeit überbrückt.

Aber auf Dauer wird es immer schwieriger. Vor allem, je länger die Halle (unbeheizt) geschlossen bleibt, desto größer werden möglicherweise die Schäden. Und gute Sportler, die in Limbach keine Perspektive mehr sehen, weil die Trainingszeiten zu beschränkt sind, wandern ab. Bevor das passiert, sollten sich alle Beteiligten, auch der Bürgermeister, der für seine Bürger da ist, zusammensetzen und sich die Probleme der Vereine anhören und gemeinsam nach einer Lösung suchen.