Lebach siegt auch ohne Torwart

Lebach siegt auch ohne Torwart

Der FV Lebach hat am Mittwoch den dritten Sieg bei einem Masters-Qualifikations-Turnier in diesem Winter gefeiert. Bei der Veranstaltung des 1. FC Schmelz setzte sich der FV im Finale mit 6:1 gegen Reimsbach durch - und das, obwohl kein Torhüter zur Verfügung stand.

Fußball-Verbandsligist FV Lebach hat am Mittwoch den Gloria-Casino-Cup des 1. FC Schmelz (51 Wertungspunkte) in der Schmelzer Primshalle gewonnen und damit wohl das Ticket zum Mastersfinale am 31. Januar in Völklingen gelöst. Mit 87,25 Punkten führt die Elf von Trainer Faruk Kremic nun die Qualifikationstabelle an - diese Punktzahl sollte mit großer Wahrscheinlichkeit zur Qualifikation reichen. "Ich denke, wir müssen noch einmal in ein Halbfinale kommen, dann reicht es auf jeden Fall. Für die Jungs würde ich mich freuen, sie spielen momentan einen tollen Fußball", meinte Kremic.

Der Sieg der Lebacher in Schmelz ist umso bemerkenswerter, weil der FV das ganze Turnier ohne etatmäßigen Torhüter auskommen musste. Stamm-Schlussmann Simon Ferner ist im Urlaub auf Kuba, Vertreter Alex Mc Lennan ist über den Jahreswechsel in seine australische Heimat gereist. So stand mit Steven Cremers ein gelernter Außenverteidiger in der Hütte.

Im Finale musste Cremers allerdings nur selten eingreifen. Denn da dominierte Lebach den Saarlandligisten 1. FC Reimsbach nach Belieben und setzte sich mit 6:1 durch. Unter den Torschützen war dabei auch Aushilfs-Torhüter Cremers, der mit einem Distanzschuss traf. Deutlich spannender war es zuvor in den Halbfinal-Begegnungen zugegangen: Lebach musste dort gegen den VfL Primstal (Saarlandliga) in die Verlängerung und lag 30 Sekunden vor Schluss mit 2:3 hinten. Dann gelang Spielmacher Peter Oswald mit der Hacke das 3:3. Sekunden vor der Schlusssirene gelang Romain Heinen dann sogar noch das 4:3 für Lebach. "Da hatten wir das Glück auf unserer Seite. Aber wenn man den gesamten Turnierverlauf sieht, haben wir verdient gewonnen", meinte FVL-Mittelfeldspieler Manuel Klotz.

Im zweiten Semifinale setzte sich Reimsbach mit 4:3 gegen die SF Köllerbach durch. Köllerbach holte sich anschließend durch ein 10:9 nach Siebenmeterschießen gegen Primstal Rang drei. Gastgeber FSG Schmelz-Limbach scheiterte ebenso wie Regionalligist SV Saar 05, der überwiegend mit Perspektivspielern angetreten war, in der Zwischenrunde.
Rosseln siegt in Schaffhausen

Beim Niederer-Cup des Bezirksligisten SSC Schaffhausen in der Glück-Auf-Halle-Hostenbach (27 Wertungspunkte) hatte sich am Dienstagabend mit dem SC Großrosseln ebenfalls ein Verbandsligist den Titel gesichert. Das klassenhöchste Team im Teilnehmerfeld besiegte im Endspiel die Gastgeber mit 2:1. Trotzdem war der SSC mit der Veranstaltung zufrieden. "Ich kann mich nicht erinnern, dass wir beim eigenen Turnier mal im Endspiel waren. Das war eine klasse Leistung der Mannschaft", freute sich der SSC-Vorsitzende Stephan Blass. Rang drei beim Turnier seines Clubs ging an den FC Ensdorf durch ein 7:6 gegen den VfB Differten.

Beim Schlau.com-Cup des SC Brebach (51 Wertungspunkte) hatte sich am Dienstag Fußball-Saarlandligist SV Bübingen durchgesetzt. Er gewann das Finale mit 2:1 gegen den FV Bischmisheim. "Wir haben dieses Turnier jetzt zum dritten Mal in Folge gewonnen. Und da ich aus Brebach bin, freut mich das natürlich ganz besonders", erklärte Trainer Martin Peter strahlend. Für Freude sorgte auch der Blick auf die Masters-Qualifikationstabelle. Denn dort steht seine Mannschaft jetzt auf Rang drei - hinter dem automatisch qualifizierten Titelverteidiger FV Diefflen.

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