Landesbeste Bankkauffrau ist aus Limbach

Landesbeste Bankkauffrau ist aus Limbach

Sie mochte den Kontakt mit den Kunden am Schalter und das Klima im Team. Trotzdem hat sich Shari Horras gegen einen Vertrag bei ihrer Bank entschieden - zu Gunsten eines Studiums.

Die 22-jährige Bankkauffrau Shari Horras aus Schmelz-Limbach ist die Landesbeste ihres Fachs und bekommt von ihrem Ausbildungsbetrieb, der Volksbank Untere Saar, ein ungewöhnliches Lob. "Unsere Auszubildenden zeigen durchweg gute Leistungen, Frau Horras war hervorragend", sagt Personalchef Marius Kiefer und ist ein wenig betrübt, dass er die junge Frau nicht übernehmen konnte.

Die Prüfungsbeste, die bei der Bestenfeier der Industrie- und Handelskammer von der Ministerpräsidentin ausgezeichnet wurde, hatte einen unbefristeten Vertrag ausgeschlagen, um ein Verwaltungsstudium zu beginnen und eine Karriere beim Landkreis Saarlouis zu starten. Sie strebt dort eine Beamtenlaufbahn an, die Bank hat sie verlassen.

"Die Ausbildung bei der Bank hatte mich angesprochen, der Job ist ein guter Beruf. Am Schalter hat es mir am besten gefallen, das Klima unter den Kollegen war klasse", sagt Horras. Trotzdem habe sie sich nicht vorstellen können, dort dauerhaft zu bleiben. "Den Bankjob konnte ich mir nicht für ewig vorstellen. Das war einfach nicht meine Berufung", sagt sie heute. Kiefer hat den Berufswechsel unterstützt: "In diesem Alter ist es nicht ungewöhnlich, das man nochmal einen anderen Weg einschlägt. Wir bedauern das, stellen uns dem aber nicht in den Weg", sagt er.

Die Bank bildet aktuell elf junge Leute zu Bankkaufleuten aus, immer für den eigenen Bedarf. Das bedeute, dass jeder Auszubildende nach seinem Abschluss auch übernommen werde. Die jungen Leute durchliefen die Innendienste und die Filialen und lernten die Bank von allen Seiten kennen.

Diesen Weg ging auch Horras. In vielen Filialen der Bank war sie eingesetzt, dort habe sie auch viele lustige Erlebnisse gehabt und sich darüber gefreut, dass man im Alltag der Bank immer auch was zu Lachen habe, erzählt sie.

Optimistischer Blick

In der Kreisverwaltung hat sie diese Erfahrung noch nicht machen können, denn nach einem kurzen vierwöchigen Durchlauf ist sie erst einmal zum Studium gegangen. Den Abschluss der Diplom-Verwaltungswirtin strebt die junge Frau an. "Ich bin mir aber sicher, das mir das später große Freude machen wird", fügt sie hinzu, wenn es auch erstmal mit Theorie beginnt.