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Tag des Baumes
Künftige Schattenspender für den Schulhof

Kurzfristig hatten sich die Initiatoren um Wolfram Lang, Mitte, umentschieden. Zwei Trompetenbäume wurden auf den Limbacher Schulhof gesetzt. Die Esskastanie wurde später am Hochbehälter gepflanzt.
Kurzfristig hatten sich die Initiatoren um Wolfram Lang, Mitte, umentschieden. Zwei Trompetenbäume wurden auf den Limbacher Schulhof gesetzt. Die Esskastanie wurde später am Hochbehälter gepflanzt. FOTO: Merkel Carolin / Carolin Merkel
Limbach. Wanderung zum Tag des Baumes in Schmelz – 30. Pflanzaktion mit zwei Trompetenbäumen und einer Esskastanie.

Der Baum des Jahres 2018 ist die Esskastanie. Doch um genaue Informationen zu dem Laubbaum, den einst die Römer vor rund 2000 Jahren über die Alpen bis ins Saarland gebracht hatten, zu erhalten, mussten sich die Teilnehmer an der alljährlich stattfindenden Wanderung zum Tag des Baumes in der Gemeinde Schmelz erst noch ein bisschen gedulden. Auf dem Schulhof der Grundschule in Limbach, wo sich die Teilnehmer am Vormittag nicht zuletzt dank des einladenden Frühlingswetters überaus zahlreich trafen, standen zwei ganz andere, frisch gepflanzte Bäume zunächst einmal im Mittelpunkt. Noch kahl zeigten sich die beiden Trompetenbäume, die dem Schulhof in ein paar Jahren hoffentlich Schatten spenden werden.


„Die Esskastanie hätte sich aufgrund ihres Wurzelwerkes nicht für den Schulhof geeignet“, erklärte Wolfram Lang, Beigeordneter der Gemeinde Schmelz, am Sonntag zugleich in der Funktion des Wanderführers. Die Wanderung hatte er unter das Motto „Wasserversorgung“ gestellt und viele Informationen zum Thema für die Wanderer vorbereitet.

Doch zunächst einmal war es in gewohnt versierter Manier an Arnold Truar, die Teilnehmer über die Trompetenbäume zu informieren. „Die Bäume kommen aus Nordamerika, werden 15 bis 20 Meter hoch, markant sind ihre aufrecht stehenden Blüten, die an die Rosskastanie erinnern“, erläuterte er. Entwarnung gab es von Lang auf die Frage, ob die Früchte des auch als „Bohnenbaum“ bezeichneten Gewächses giftig seien. Exemplare des Trompetenbaumes, ergänzte Truar stehen an der Wassertretanlage und an der Primshalle in Schmelz.



Nicht unerwähnt ließ der Fachmann, dass mit der Pflanzaktion 2018 ein Jubiläum gefeiert wird. „Die erste Pflanzaktion, damals noch vom Saarwaldverein Schmelz allein ins Leben gerufen, war im Jahr 1978. Damals pflanzten wir auf der Anlage Scheid eine Lärche“, erinnerte er die Zuhörer an die Anfänge. Bereits ab dem zweiten Jahr, sagte er, war die Gemeinde mit im Boot. In den vier Jahrzehnten konnten in der Gemeinde mit ihren Ortsteilen insgesamt 283 Bäume und Sträucher gepflanzt werden. Anfangs wurde die Pflanzung im Rahmen der Wanderung durchgeführt, mittlerweile wird vorgearbeitet.

So war es denn auch am vergangenen Sonntag am Hochbehälter Simmelbergstraße. Dorthin führte Lang die Wanderschar. Zum einen, um an den Beginn der zentralen Wasserversorgung im Jahr 1928 zu erinnern. Damals war der erste Hochbehälter mit einem Fassungsvermögen von 100 Kubikmeter Wasser aufgestellt worden. Zum anderen, um dem Baum des Jahres symbolisch einzupflanzen. Längst, sagte Truar, ist die Esskastanie im Saarland heimisch geworden, erfreut unter anderem durch die Früchte, aber auch durch ihre breite Krone in luftiger Höhe bis zu 30 Metern.

(cim)