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ausblick Schmelz
Krankenhaus, Sozialfonds und mehr

Das alte Zollhaus in Schmelz: Hier soll eine Schuldnerberatung eingerichtet werden.
Das alte Zollhaus in Schmelz: Hier soll eine Schuldnerberatung eingerichtet werden. FOTO: Sabine Altmeyer
Schmelz. Schmelz’ Bürgermeister Armin Emanuel sieht für 2018 auch die Digitalisierung der Verwaltung als weiteren Schwerpunkt. Von Monika Kühn

Ein arbeitsintensives Jahr steht der Gemeindeverwaltung Schmelz bevor. Bei einem Pressegespräch zum Ausblick auf das Jahr 2018 betont Bürgermeister Armin Emanuel, dass die Digitalisierung der Verwaltung ein Schwerpunkt sein werde.



Auch die Frage nach einer Nordsaarlandklinik beschäftigt ihn. Dabei geht es Emanuel nicht um die Standortfrage, die sei zweitrangig. Wichtig ist die Aufstellung eines Bedarfsplanes, um eine geordnete Versorgung der Bevölkerung sicher zu stellen. 300 Betten müsste ein Krankenhaus, gleich ob Um- oder Neubau, schon haben, um rentabel zu wirtschaften. Der Bau eines Hospizes in Hüttersdorf steht weiter auf der Agenda. Die Gemeinde stellt dazu allerdings nur das Baugelände, Planung und Unterhaltung werden von Fachverbänden getätigt. Stolz ist Emanuel auf den neuen Förderverein des Hospizes, dessen Vorsitzender er ist.

„Sehr viele Menschen sind schon Mitglieder.“ Die interkommunale Zusammenarbeit soll gefördert werden, auch auf Kreisebene. Es muss hinterfragt werden, wo es sich lohne zusammenzuarbeiten. Vielen von uns geht es wirtschaftlich gut, meint Emanuel. Doch die Zahl der Tafelnutzer steige. In Schmelz gibt es zwar einen Sozialfonds, doch das allein reiche nicht. Im Alten Zollhaus soll zusammen mit der Caritas eine Schuldnerberatung eingerichtet werden. Vorerst für ein Jahr.

Geplant ist auch, wiederkehrende Beiträge bei der Straßenerneuerung einzuführen. Die Zahl der Stundungsanträge steige nämlich. Wiederkehrende Beiträge könnten allzu große finanzielle Belastungen vermeiden. „Das ist eine aufwendige Abrechnungssache, aber letztendlich werde es sich auszahlen.“

Die Gemeinde muss voraussichtlich auch in diesem Jahr keine zusätzlichen Kassenkredite aufnehmen, sondern kann mit dem Abbau der aufgelaufenen Kassenkredite von 24 Millionen Euro beginnen. 2,34 Millionen will die Kommune investieren.



Die Haushaltssanierungmaßnahmen greifen und 2018 wird es wahrscheinlich keine Steuererhöhungen geben, meint Emanuel.

Ein Sorgenkind der Gemeinde ist der Rinkenbach in Hüttersdorf. Bei Bauarbeiten wurden größere Mängel festgestellt. Die Mauern aus den 1930er Jahren müssen dringend saniert werden. 1,7 Miliionen Euro sind veranschlagt. Die Sanierung wird in drei Abschnitten bis 2020 durchgeführt. 300 00 Euro Eigenmittel muss die Gemeinde dazu aufbringen.

Die Sanierung der Primshalle geht weiter. Foyer sowie Küche und der Getränkebunker werden saniert und die Elektrik erneuert. Mit der Innensanierung der Stephanschule wird dieses Jahr ebenfalls begonnen.

Die Elektroinstallation und der Brandschutz in Schule und Turnhalle sollen erneuert werden. Die Lehrertoiletten in der Johannesschule in Hüttersdorf werden erneuert. 280 000 Euro stehen für die Sanierung der alten Schule in Limbach im Haushalt bereit. Für die Straßenunterhaltung will Schmelz 540 000 Euro bereitstellen. Die Hochwaldstraße in Michelbach wird weiter saniert.

Mit der Neugestaltung des Platzes gegenüber dem Netto-Markt in der Hüttersdorfer Straße werde die Ortskernsanierung von Schmelz abgeschlossen. Die Gemeinde investiert noch einmal in die Sicherheit der Trinkwasserversorgung. Ein neuer Brunnen, Nummer 8, wird im Moritzwald gebaut. 750 000 Euro wird er kosten. Insgesamt werden 1,2 Millionen Euro investiert. Alle Brunnen kommen nämlich an die Notstromversorgung des Wasserwerkes. 18 neue Baustellen wurden im Bereich Enkeltrieschen erschlossen. Im Heidebad werden die Filteranlagen des Nichtschwimmbeckens und die Chlorgasanlage des Springerbeckens für 58 000 Euro erneuert. Auch wird mit dem Bau der Grünschnittsammelstelle in der Nähe des Bauhofes begonnen, damit diese zu Beginn der Vegetationszeit zur Verfügung steht.