| 20:44 Uhr

Ein Mann, kein Tier
Der Mann heißt wegen seiner Waffe Musketier

Schmelz. Ein Fehler. Ohne Umschweife: Es war ein Fehler, der nicht passieren darf. In unserer Ausgabe von gestern ist uns ein Grammatik-Fehler in der Überschrift des Artikels auf der ersten Lokalseite unterlaufen.

Im Bericht ging es um einen Soldaten im Ersten Weltkrieg, „Musketier Alois Erbel“, dessen Schmelzer Nachfahren die Erinnerung an ihn wach halten. Die Bezeichnung für Truppengattungen hatte aus früheren Zeiten bis in das frühe 20. Jahrhundert überlebt und war zum Beispiel für Einheiten deutscher Landser gebräuchlich.


Musketier? Am bekanntesten sicherlich in der Mehrzahl als die „Drei Musketiere“ und deshalb in Deutschland stets auch ausgesprochen wie Raub-, Haus- oder sonstige Tiere. Dabei ist der Soldat ursprünglich der Träger und Nutzer einer Muskete genannten Schusswaffe. Gesprochen: Musket-jeh. Er ist ein Mann, kein Tier und deshalb der Musketier – und keinesweg „das“. Die Verwendung des Geschlechts sächlich in der Überschrift war deshalb falsch. Wir bitten, den Fehler zu entschuldigen.

(pum)